Berlin : Berliner Sparkasse schließt Filialen Kassierer wird der Kunde

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Die Berliner Sparkasse macht mit ihren Sparbemühungen Ernst. Filialen werden auf Selbstbedienung umgestellt, zusammengelegt oder ganz geschlossen. Derzeit verfügt die Sparkasse noch über 178 so genannte Privatkundencenter und 48 SB-Standorte. Der für die Sparkasse zuständige Vorstand der Bankgesellschaft Berlin, Johannnes Evers, begründete die Rationalisierungen am Donnerstag vor der Presse mit den unzureichenden Erträgen im Privatkundengeschäft. Den Gewinn aus diesem Bereich bezifferte er auf einen zweistelligen Millionenbetrag. Dies verdiene das Prädikat „gerade gut“.

Überwiegend noch in diesem Jahr sollen acht Sparkassen-Standorte ganz geschlossen werden, 13 werden zu SB-Standorten umgebaut. Bis Ende 2003 wird es nur noch an 27 Standorten so genannte offene Kassenboxen geben. Die Zahl der Kassierer wird von derzeit noch 210 auf nur noch 54 reduziert. Doch die Sparkasse setzt nicht nur bei ihren Filialen an. Auch bei den Konten solle es ein Ende der „Quersubventionierung“ geben, sagte Evers. Für die Kunden bedeutet dies: Behalten sie unverändert ihr bisheriges Konto, das künftig „Berlin-Konto-Classic“heißt, zahlen sie im Monat sieben statt bisher 5,11 Euro Kontoführungsgebühr. Laut Evers sind auch sieben Euro noch nicht kostendeckend. Es müssten fast 13 Euro sein, so der Vorstand. Wer allerdings zu den gehobenen Privatkunden zählt, dass heißt 25000 Euro bei der Sparkasse angelegt hat ( beispielsweise auf Sparbüchern oder in Fonds), oder aber monatlich mehr als 3000 Euro auf sein Konto überwiesen bekommt, zahlt künftig nur noch fünf Euro. Gleichzeitig macht die Sparkasse ihren Kunden ein umfassenderes Angebot. Das „Brillant“-Konto kostet den Kunden 13 Euro im Monat (Partner drei Euro) und bietet neben dem klassischen Service eines Girokontos umfangreiche Zusatzangebote. Diese reichen von Versicherungen bis hin zu einem Schlüsseldienst und einem Bonusheft. Erklärtes Ziel der Sparkasse ist es aber, ihre Kunden zum Online-Banking zu bewegen. Wer sein Konto per Internet verwaltet, zahlt künftig 3,50 Euro. dr

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