Berlin : Berliner Sport: Alves schmollte und ging vom Platz

Hertha mit verstärkter Reserve 17:0

Alex Alves gefiel das Spiel nicht. Besonders nicht, als sich sein Gegenspieler erdreistete, ihn einmal zu Boden zu stoßen. Alves schmollte. Nach 40 Minuten hatte Alves genug. Er ging (leicht am Oberschenkel lädiert) vom Platz und genoss es weit mehr, von den Autogrammjägern umlagert zu sein. Für das Fussball-Freundschaftsspiel vor 2500 Zuschauern im Stadion Am Askanierring hatte des Brasilianers Ausscheiden keine Bedeutung. Hertha BSC deklassierte den Landesliga-Tabellenletzten Spandauer Kickers 17:0 (6:0), obwohl Trainer Jürgen Röber nur eine verstärkte Reserve (ohne Kiraly, Deisler, Beinlich, Wosz und Tretschok - in der zweiten Halbzeit stürmte Ersatztorhüter Fiedler auf der rechten Seite) aufgeboten hatte. Dabei vergaben die Kickers sogar einen Elfmeter. Erfolgreichste Torschützen waren Preetz, Lühring (je 3), Michalke, Schmidt, Reiss und Roy (je 2).

Schenk fordert heraus

Zwei Weltmeisterschaften und ein europäischer Titelkampf werden am Sonnabend in Berlin ausgetragen. Um dem WBO-Mittelgewichts-Titel boxen die Hamburger Stallgefährten Armand Krajnc (Schweden) als Titelverteidiger und sein Vorgänger Bert Schenk (Berlin) als Herausforderer. Die WIBF-Championesse Regina Halmich tritt als Titelverteidigerin im Junioren-Fliegengewicht gegen Michelle Sutcliffe aus Leeds an. Im Kampf um den EM-Titel im Super-Leichtgewicht stehen sich Titelverteidiger Oktay Urkal aus Berlin und der Ranglistenerste Gabriel Mapouka (Frankreich) gegenüber.

Mario Schießer siegt durch K.o.

Profi-Boxer Mario Schießer feierte ein gelungenes Comeback. Der 30-jährige Schwergewichtler aus Berlin schlug im überfüllten Box-Tempel in Weißensee den 118 kg schweren Tschechen Radin Pual mit einem linken Kinnhaken nach 1:37 Minuten zu Boden. Bereits nach wenigen Kampfsekunden war der Ersatzmann ebenfalls nach einem linken Haken zu Boden gegangen, als er eine Rechte seines 102,6 kg wiegenden Kontrahenten hinnehmen musste.

Ultimatum ist gefordert

Achtmal waren Manfred Zwiener und Ultimatum bislang am Start, jedesmal ging das Gespann als Sieger vom Geläuf. Heute Abend steht für den Europameister und sein Pferd eine besondere Aufgabe auf dem Programm, wenn auf der Trabrennbahn Mariendorf der mit 20 000 DM dotierte Herbstpreis der Dreijährigen entschieden wird. Ultimatum nimmt es mit zehn Altersgefährten auf, von denen die fünffachen Saisonsieger Sepp Diamant (Michael Hönemann), Urioso (Daniel Drechsler) und Heart of Glass (Thomas Skoruppa) sowie der extra aus Bayern anreisende Janus de la Mérite (Ulrich Schnieder) die härtesten Konkurrenten sind.

Buggenhagen fit für Paralympics

Marianne Buggenhagen vom SC Berlin hat sich beim Werfertag ihres Vereins in sehr guter Form gezeigt. Beim letzten Test vor den Paralympics in Sydney warf die 47-Jährige den Diskus auf die persönliche Bestleistung von 27,63 m und stieß die Kugel 9,26 m weit. Bundestrainer Bernd Mädler reist am kommenden Montag mit seiner siebenköpfigen Athletengruppe nach Sydney.

Europameister vorn

Die Europameister der 20er-Jollenkreuzer, Helmar Nauck (Yacht-Club Berlin Grünau), Thomas Flach und Harald Schaale (beide TSG 98), gewannen auf dem Tegeler See die Berliner Meisterschaft. Nach vier Tagessiegen verwiesen sie Wolf-Dieter Kunze (SC Nordstern) und Wilfried Schweer (Steinhuder SV) auf die Plätze. Den Titel in der Varianta-Klasse sicherte sich seit 1991 zum sechsten Male Peter Raabe, dieses Mal mit seinem neuen Vorschoter Karsten Bauer (beide SK Nixe). Auf dem Wannsee wiederholte Andrej Morozow (Minsk) seinen Vorjahressieg um den Raubritter-Pokal in der Soling-Klasse, den Fawell-Preis für H-Boote sicherte sich Jörg Lietzmann (Dahme YC).

Wie gehabt: Yve Silvio

Der sechsjährige Hengst Yve Silvio ist zurzeit kaum zu schlagen. Auf der Trabrennbahn Karlshorst setzte er sich mit Jörg Thrun im Sulky trotz starker Gegenwehr des Schweden Mortal Yankee (Klaus-Volker Stolle) in der Endphase sicher durch. Für Yve Silvio war es der vierte Erfolg in Folge und beim 26. Jahresstart schon der 13. Sieg insgesamt. In Abwesenheit von Michael Hönemann baute Rolf Hafvenström durch drei Siege seine Führung im Bahnchampionat aus. Yve Silvios Trainer Rainer Schöbel fügte dem Sieg seines Berufsfahrers selbst zwei Tagessiege hinzu. Die Karlshorster Bahn erzielte einen Umsatz von 290 000 Mark.

Wiking-Achter sorgt für Höhepunkt

Mit 104 Ruderern in 27 Booten verzeichnete die 47. Neuköllner Regatta der RG Wiking eine sehr gute Resonanz. Auf der Drei-Bahnen-Sprinstrecke am Britzer Hafen wurde das Rennen um den Erinnerungspokal an den Wiking-Olympia-Achter von 1936 vor 500 Zuschauern zum Höhepunkt. Das Team des Gastgebers setzte sich dabei vor dem BRC und RaW durch. Am Rande der Wettkämpfe weihte die Rudergesellschaft Wiking ihr neues Bootshaus ein.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben