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Berliner Stadtautobahn und Avus : Drei Tage Verkehrschaos auf der A 100

Der Übergang zur Avus Richtung Süden ist seit Dienstagabend gesperrt. Der Stau reichte im Frühverkehr bis zum Flughafentunnel Tegel zurück.

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Die Avus ist eine der wichtigsten Verbindungen nach Süden.
Die Avus ist eine der wichtigsten Verbindungen nach Süden.Foto: imago/Olaf Wagner

Am Mittwoch kam es auf dem Berliner Stadtring zu langen Staus in Fahrtrichtung Süd. Der Verkehr stockte bereits ab Flughafentunnel Tegel. Wegen dringender Reparaturarbeiten war der Übergang von der Stadtautobahn A100 zur Avus Richtung Süd am Dienstagabend plötzlich gesperrt worden.

Der Grund sei eine etwa 50 mal 80 große Schadstelle in der Mitte beider Fahrstreifen auf dem Avus-Zubringer über der Halenseestraße, die aus Gründen der Verkehrssicherheit sofort behoben werden musste, teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit. "Leider betrifft der Schaden nicht nur die Asphaltdecke", sagte eine Sprecherin am Mittwoch dem Tagesspiegel: "Er geht tiefer, bis zu den Brückenstreben, so dass ein Betonersatz notwendig ist, der erst nach vollständiger Freilegung, Reinigung und Trocknung der Schadstelle aufgebracht werden kann und lange aushärten muss."

Der Schaden sei bei der turnusmäßigen Kontrolle der Fahrbahn durch die Autobahnmeisterei entdeckt worden, so die Sprecherin: "Er kann sich durch das hohe Verkehrsaufkommen an dieser Stelle sowie die derzeitige Witterung sehr schnell vertiefen, deshalb können wir nicht nur den Asphalt erneuern, sondern müssen eine nachhaltige Lösung finden. Das wird voraussichtlich bis Freitag dauern."

Die Sperrung des Übergangs der Stadtautobahn zur Avus verursacht große Probleme im Berliner Frühverkehr.
Die Sperrung des Übergangs der Stadtautobahn zur Avus verursacht große Probleme im Berliner Frühverkehr.Foto: VIZ

Bei Starkregen könnte die Sperrung länger dauern

Am Mittwochmorgen staute sich der Verkehr zurück bis zur Anschlussstelle Beusselstraße auf der A100 beziehungsweise bis Stadtgrenze auf der A111. Ab dem Flughafentunnel Tegel kamen die Autofahrer laut Verkehrsinformationszentrale zeitweise nur mit 20 bis 30 Stundenkilometern voran. Gegen Mittag entspannte sich die Lage. Autofahrern wird geraten, den Stadtring zu meiden. "Ob sich die Berliner schon darauf eingestellt haben, wird der Berufsverkehr am Donnerstagmorgen zeigen" sagte ein Mitarbeiter der Verkehrsinformationszentrale dem Tagesspiegel: "Der abendliche Berufsverkehr wird nicht ganz so dramatisch und auch am Wochenende dürfte es nicht so schlimm sein."

Da will man mit den Reparaturarbeiten aber eigentlich auch fertig sein. "Wir hoffen, dass es bis Freitag geschafft ist", sagte die Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung: "Es wird rund um die Uhr gearbeitet, wir haben auch ein Zelt aufgestellt, um das Austrocknen zu beschleunigen. Wenn es allerdings Dauerregen gibt, könnte es länger dauern."

Die Verwaltung empfiehlt spätestes ab Anschlussstelle Kaiserdamm eine weiträumige Umfahrung. Aufgrund des erheblichen Rückstaus auf der A100 im Bereich Autobahndreieck Funkturm sollte der Bereich auch bei einer geplanten Weiterfahrt auf der Stadtautobahn in Richtung Süden möglichst vermieden werden.

Gegen zehn Uhr war die Avus am Mittwoch zudem komplett gesperrt worden, weil die Berliner Polizei im Grunewald Munitionssprengungen durchführte.

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