Berliner Stadtreinigung : BSR fegt künftig auch durch Parks

Die BSR soll in Zukunft auch den Müll in den Parks beseitigen. Der Senat und die BSR vereinbaren dafür einen neuen Vertrag. Die Abfallgebühren dürfen pro Jahr aber höchstens um 1,9 Prozent steigen.

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Die BSR soll in Zukunft auch den Müll in den Parks beseitigen. Foto: picture alliance / dpa
Die BSR soll in Zukunft auch den Müll in den Parks beseitigen.Foto: picture alliance / dpa

Spagat für die Stadtreinigung: Die BSR soll in Zukunft den Müll in öffentlichen Parks und Waldbereichen beseitigen – und gleichzeitig sollen die Gebühren für die Abfallentsorgung in den nächsten Jahren trotzdem nur um höchstens 1,9 Prozent pro Jahr steigen. Damit gehöre Berlin weiter zu den günstigsten Städten in Deutschland,bei den Kosten für die Müllabfuhr, sagte BSR-Sprecher Thomas Klöckner. Die neuen Aufgaben sind in den Unternehmensvertrag aufgenommen worden, den der Senat und die BSR jetzt für weitere 15 Jahre verlängert haben. Der BSR-Aufsichtsrat hat bereits zugestimmt. Klöckner wollte sich dazu nicht weiter äußern.

Die BSR entlastet mit der Parkpflege die Bezirke, deren Mitarbeiter es meist nicht mehr schaffen, die Müllberge in den öffentlichen Grünanlagen umgehend zu beseitigen. Defizite gibt es vor allem an den Wochenenden, weil die Mitarbeiter dann frei haben. Die BSR-Beschäftigten sind dagegen auch dann im Einsatz. Die Arbeiten sollen aus den Gewinnen der BSR finanziert werden. Die Bilanz wies im vergangenen Jahr immerhin einen Überschuss in Höhe von knapp zwölf Millionen Euro aus.

Teil der Winterdienstfahrzeuge wird eingesetzt

Zum Reinigen der Grünanlagen könne ein Teil der Winterdienstfahrzeuge eingesetzt werden, hatte BSR-Chefin Tanja Wielgoß bereits im August mitgeteilt. Allerdings sei wohl auch mehr Personal erforderlich, sagte sie damals dem Tagesspiegel.

In einem Test pflegt die BSR bereits seit April Straßenbäume und Mittelstreifen in Charlottenburg-Wilmersdorf. Für welche Parks sie in Zukunft zuständig sein wird, ist noch nicht bekannt. Genannt werden unter anderem der Tiergarten, der Mauerpark, der Treptower Park und die Hasenheide. Spätestens beim Unterzeichnen des Vertrags sollen die Anlagen genannt werden.

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