Berliner TIERLEBEN HAUSFREUNDE : Jemenchamäleon Chamaeleo calyptratus Zum Wiehern

Renntier oder Rentier? Mit Rückenwind steht auch das Geweih: Angi, Klio, Jeanette, Dusty und Zarina (v.l.n.r.) bei der X-mas-Generalprobe.
Renntier oder Rentier? Mit Rückenwind steht auch das Geweih: Angi, Klio, Jeanette, Dusty und Zarina (v.l.n.r.) bei der...

Stielaugen, Ringelschwanz, Kopfhelm – Chamäleons scheinen direkt aus der Urzeit zu kommen. Das Jemenchamäleon ist die eindrucksvolle XXL-Ausgabe seiner Familie. 60 Zentimeter wird es lang. Je nach Liebeslust, Streitsucht oder Imponiergehabe wechseln die baumbewohnenden Insektenfresser von der arabischen Halbinsel ihre Körperfarbe: Grellgrün über Gelb, Orange zu Weiß-Schwarz. CS

Chamäleons sind täglich 9–18 Uhr im Aquarium des Berliner Zoos zu sehen.

Im Winter verwandelt sich einiges: Bäume werden kahl, die Straßen glatt, Menschen zu Frostbeulen – und Pferde zu Rentieren. Auf dem Pferdehof Schmiedeberg in Jühnsdorf südlich von Berlin bedarf es dazu nur einiger gekonnter Handgriffe. Ein Jahr lag die rot-weiße Saisonmode fürs Pferd im Schrank, jetzt montieren Angi, Jeanette und Zarina mal probeweise Schellen, Mützen und sonstige Deko an Klio und Dusty. Die beiden Pferde lassen sich das gerne gefallen und haben im Nu weniger mit ihren Artgenossen in den Nachbarboxen gemein als mit den Zugtieren von Santa Claus – und wer weiß, vielleicht hat der an diesem Wochenende auch sein Schlittengeschirr entstaubt. Klio hätte es sicher leicht im Weihnachtsmannbetrieb. Sie ist ein Gelderländer, das ist eine Kutschpferderasse, aber ihre Besitzer reiten auf ihr. Dusty ist Zarinas Pferd, sie hat ihn vor zweieinhalb Jahren gekauft, da hatte er als Schulpferd ausgedient. „Er sollte zum Schlachter“, sagt sie. Das fand sie unerträglich und kaufte ihn. Nun steht er viel mit anderen Pferden draußen und wird nur einmal am Tag geritten. Das ist sicher bis heute seine schönste Bescherung. Text und Foto: ari

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