Berlin : Berliner Umzugsunternehmen

Jetzt geh’n die Partys richtig los – am Sonnabend ist erst einmal Loveparade

-

Jetzt wird es doch etwas teurer als gedacht. Die 40 Wagen, die elf Bühnen, die 1000 Ordner, und hinterher das große Aufräumen – drei Millionen Euro wird die Loveparade am Sonnabend kosten. Aber keine Sorge: Weil Rainer Schaller, der Chef des Veranstalterteams, auch gleichzeitig Chef des diesjährigen Hauptsponsors McFit ist, hat die Fitness-Kette kurzfristig eine weitere Million locker gemacht. Alles läuft nach Plan, sagt Schaller. Und hat weitere gute Nachrichten zu verkünden.

Zum Beispiel, dass die Getränkepreise gegenüber der letzten Parade 2003 nicht gestiegen sind. Das heißt: 2,50 Euro für einen halben Liter Bier, zwei Euro für die gleiche Menge Cola. Also deutlich billiger als die Getränke auf der WM-Fanmeile. Und für die Benutzung der Toiletten will man den Paraden-Besuchern auch keine 50 Cent abknöpfen. Das freut Besucher und Tiergarten.

Noch eine Neuigkeit: Die Veranstalter haben einen weiteren prominenten DJ für ihren Umzug gewonnen. Louis Osbourne, der Sohn von Grusel-Rocker Ozzy. Der Lockenkopf mit der Brille. Er wird am Sonnabend ab 14 Uhr auf dem „Peking“-Wagen mitfahren – und sich mit dem chinesischen DJ Youdai ein musikalisches „Ost gegen West“-Duell liefern. Dieses Jahr gibt es auch keinen Streit um den Müll. Ab Mitternacht machen 140 BSR-Mitarbeiter den Tiergarten sauber, die Rechnung bezahlt die Parade. Als kleines Dankeschön durften einige BSR-Mitarbeiter bereits vorab in der McFit-Filiale in Steglitz Probestunden nehmen. Kostenlos. Und die BSR-Sprecherin trägt ein orangenes T-Shirt: „The Love is back! The BSR auch!“ Draußen auf der Straße steht ein Mann und hat ebenfalls eine wichtige Botschaft zu verkünden: „Ich werde am Sonnabend definitiv nicht dabei sein.“ Es ist Matthias Roeingh alias Dr. Motte, der Erfinder der Loveparade, der sich mit den neuen Veranstaltern zerstritten hat. Den Umzug am Sonnabend schimpft er eine „Marketingparade“, den neuen Chef Schaller nennt er einen „Nobody in der Szene, der sich anmaßt zu wissen, wo es lang geht“. Dr. Motte sagt, er sei am Wochenende gar nicht in der Stadt. Und nein, den Fernseher werde er auch nicht einschalten. Schaller kann das verschmerzen. Leid tut ihm dagegen, dass es gestern ein kleines Abstimmungsproblem gab: Zur gleichen Uhrzeit wie seine Pressekonferenz fand auch die der anderen großen Berliner Liebesparty statt: des Christopher Street Days. sle

0 Kommentare

Neuester Kommentar