Berliner Verkehr : Verwirrung um Vollsperrung der Rudolf-Wissell-Brücke

Auch in den Nächten zu Freitag und Sonnabend muss der Baustellenbereich Richtung Norden voll gesperrt werden. Grund: der Regen der vergangenen Nacht.

Die Brücke überquert die Spree, ICE-Strecken, Kleingärten.
Die Brücke überquert die Spree, ICE-Strecken, Kleingärten.Foto: imago stock&people

Die Rudolf-Wissell-Brücke der Stadtautobahn A 100 ist nicht nur ein besonderes Bauwerk; auch die dort vorgesehene Baustelle ist bereits im Vorfeld außergewöhnlich:  Mehrfach sind die Phasen der Verkehrseinschränkungen verändert worden.

Außerplanmäßig muss jetzt nach Angaben von Michael Zarth, dem Sprecher des planenden Bundesunternehmens Deges, auch in den Nächten zu Freitag und Sonnabend der Abschnitt im Baustellenbereich Richtung Norden von 22 bis 5 Uhr voll gesperrt werden. Für die Nacht zu Sonntag war ohnehin eine Sperrung in diesem Zeitraum für beide Richtungen vorgesehen.

Der Regen habe die planmäßigen Arbeiten in der Nacht zu Donnerstag nicht zugelassen, sagte Zarth heute. Die Baustellenmarkierungen hätten nicht vollständig angebracht werden können, weil die gelben Streifen auf einer nassen Fahrbahn nicht zu befestigen seien.

Sie reichen heute deshalb in Fahrtrichtung Süden nur von der Auffahrt der A 111 bis etwa zu zwei Drittel auf der Rudolf-Wissell-Brücke. Danach wird es wieder dreispurig, Richtung Norden rollt der Verkehr auch heute weiter auf drei Spuren. Ursprünglich sollte es nach mehreren nächtlichen Vollsperrungen bereits von heute an in beiden Richtungen nur noch zweispurig gehen.

Ab Sonnabend gesamter Bereich Richtung Norden zweispurig

Richtung Norden soll es nun am Freitag so weit sein. Ob die Markierungen vollständig aufgebracht werden können, hängt aber wieder vom Wetter ab. Von Sonnabend an solle auf jeden Fall der gesamte Bereich Richtung Norden zweispurig sein, sagte Zarth. Richtung Süden sollen die letzten Markierungsarbeiten während der geplanten Sperrung in der Nacht zu Sonntag stattfinden. Von Montag an wäre dann der gesamte Bereich nur noch zweispurig.

Nur noch jeweils eine Spur gibt es im Bereich des Dreiecks Charlottenburg auf der A 111.  Dort erwartet Zarth die größte Staugefahr. Die ersten Staus gab – und gibt – es bereits heute.

Die Geschichte der Berliner Stadtautobahnen
Januar 2017, Alltag im Berufsverkehr. Die Stadtautobahn, aufgenommen am Spandauer Damm.Weitere Bilder anzeigen
1 von 111Foto: ZB
17.03.2017 08:24Januar 2017, Alltag im Berufsverkehr. Die Stadtautobahn, aufgenommen am Spandauer Damm.

Planmäßig gesperrt sind bereits die Zufahrten vom Siemensdamm Richtung Süden auf der A 100 sowie vom Spandauer Damm Richtung Norden, obwohl  dort auf der A 100 zur Zeit noch alle drei Spuren frei sind.

Aber auch ohne Regeneinfluss hatte man zuvor schon die Planungen geändert. Die Vorarbeiten sollten  von Mittwoch an tagsüber erfolgen. Kurzfristig habe man aber den Ablauf optimiert und mit Zustimmung der Verkehrslenkung Berlin die Arbeiten in nächtliche Sperrpausen verlegt, die ursprünglich nicht vorgesehen waren.

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