Berliner Verwaltung : IHK fordert ein einstufiges Modell

Die Industrie- und Handelskammer fordert eine einstufige Verwaltung für Berlin. Das derzeitige Modell aus Senats- und Bezirksebenen sei "nicht wirtschaftsfreundlich und ineffizient", sagte IHK-Präsident Eric Schweitzer.

Berlin - Die bestehenden Strukturen erschwerten nachhaltig, Investoren zu werben sowie die Bestandspflege der Unternehmen vor Ort. IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Eder ergänzte: "Berlin wird den international sowie national sehr harten Standortwettbewerb nur bestehen können, wenn das Land strukturell gut aufgestellt ist." Berlin vergebe bisher die Chance, aus der Verwaltungsstruktur des Landes einen echten Wettbewerbsvorteil zu generieren. Denn im Gegensatz zu süddeutschen Bundesländern fehle Berlin das Geld, um Investoren anzulocken, betonte Eder. Daher müsste die Stadt mit einer möglichst effizienten Verwaltung auf sich aufmerksam machen.

Schweitzer fügte hinzu: "Aber auch für die Zukunft ahnen wir nichts Gutes." Die derzeitigen Koalitionsgespräche zwischen dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und Linkspartei/PDS-Chef Klaus Lederer deuteten darauf hin, dass auch die neue Regierung in "Selbstzufriedenheit" verharren werde. Die neue Koalition neige wohl auch dazu, vom Mittelstand zwar zu reden, ihn aber nicht wirklich bürokratisch zu entlasten, kritisierte Schweitzer. "Das ist die traurige Realität." (tso/ddp)

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