Berlin : Berliner Verwaltung: Landesbedienstete spielen den Geldeintreiber

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Um staatliche Unterhaltsvorschüsse einzutreiben, beschäftigt die Berliner Verwaltung seit drei Jahren "Überhangpersonal". Der Begriff bezeichnet Mitarbeiter, deren angestammte Stelle wegfallen soll und für die neue Aufgaben gesucht werden. 36 Überhangkräfte arbeiten in den Vorschussstellen, die demnächst im Bezirksamt Schöneberg-Tempelhof zusammengefasst werden. 2,5 Millionen Mark haben diese Mitarbeiter im Jahr 2000 eingetrieben.

1997 lief dieses Programm schleppend an: 23 öffentlich Bedienstete wurden befristet mit der Aufgabe betraut, die vorgestreckten Alimente zahlungsunwilliger oder -unfähiger Väter einzutreiben. Nur acht Beschäftigte blieben länger als ein Jahr. Seitdem läuft es besser: Es arbeiteten schon 109 Überhangkräfte in den Vorschussstellen. "Überflüssiges" Personal wird in 16 Einsatzgebieten der Verwaltung eingesetzt; unter anderem beim Prüfdienst der Sozialämter, der Führerscheinstelle oder den Bußgeldstellen. 2001 sollen 15 Millionen Mark Zusatzeinnahmen erarbeitet werden.

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