Berliner Volksbühne : Der rollende Räuber gehört nach Berlin

Ohne das Rad scheint der Rosa-Luxemburg-Platz verwaist. Ein Kommentar von Robert Ide zur Neuerfindung der Volksbühne.

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Das Rad wurde 1990 für die Castorf'sche "Räuber"-Inszenierung entworfen.
Das Rad wurde 1990 für die Castorf'sche "Räuber"-Inszenierung entworfen.Foto: Mike Wolff

Nun ist guter Rad teuer. Am Rosa- Luxemburg-Platz ist am Freitag das Symbol der Volksbühne entschwebt wie einst Lenins Denkmal am heutigen Platz der Vereinten Nationen. Hier wie dort klafft jetzt eine Lücke, die sich nur mit Erinnerungen füllen lässt.

Im Falle des Räuberrads von Ost-Berlin tut die Leere weh. Denn das Rostmal bleibt das Wahrzeichen des Wende-Wahnsinns, der von Mitte aus die ganze Republik erfasste. Nun wird das Rad der Geschichte wegen eines eitlen Theaterintendanten vorerst aus der Stadt gerollt.

Dachschaden, Rad ab: Die Volksbühne muss sich neu erfinden. Nicht als „OST“- Bühne, eher als Tribüne des neuen Berlins. Der rollende Räuber gehört längst dazu – und deshalb wieder hierher.

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