Berliner Zoo : Baby-Ameisenbär Adolpho entzückt die Hauptstadt

Der Zoo hat eine neue Attraktion: Das Ameisenbärjunge Adolpho. Heute wurde der scheue Racker der Öffentlichkeit vorgestellt, wobei er sich fest an seine Pfleger klammerte. Den Fotografen streckte er trotzdem schon frech die Zunge raus.

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Adolpho. Scheu sucht der Kleine noch die Nähe zu den Pflegern. -Foto: ddp

BerlinDas Ameisenbärjunge Adolpho hat bei seiner Präsentation am Dienstag im Berliner Zoo die Besucher entzückt. Bei seinem Auftritt hielt sich der Ameisenbär immer eng an seine Pfleger, die ihn in einer Decke eingewickelt auf die Wiese brachten. Der Nachwuchs des Großen Ameisenbären war nach Zoo-Angaben am 3. Mai auf der Freianlage der Ameisenbären entdeckt worden. Um den etwas zu früh geborenen Kleinen hatte sich die Mutter nicht gekümmert, deshalb entschied sich der Zoo zu einer Handaufzucht. Mit dem Jungen könne der Zoo erstmals die erfolgreiche Aufzucht eines Großen Ameisenbären vermelden, sagte ein Sprecher. Das sei eine "Sensation".

Am Dienstag kletterte das 3,3 Kilogramm schwere Tier immer wieder an den Beinen der Pfleger empor und blinzelte die Fotografen von den Schultern seiner Kontaktpersonen an, wo er sich sichtbar wohlfühlte. Einmal steckte er auch die typische lange Zunge raus. "Der hat ja Knut-Qualitäten", sagte ein Zoo-Besucher zu seiner Frau.

Seine Lieblingsbeschäftigung ist Schlafen

Derzeit verschläft das Jungtier dem Zoosprecher zufolge noch die meiste Zeit des Tages in einer temperierten Aufzuchtbox. Die Pfleger gingen aber ab und zu mit ihm an die Sonne, fügte der Sprecher hinzu. Für Besucher sei es deshalb in diesen Tagen noch Glückssache, ob sie den kleinen Ameisenbären zu sehen bekommen.

Der Große Ameisenbär gehört zu den gefährdeten Wildtieren Südamerikas. Das Säugetier hat keine Zähne und ernährt sich mit Hilfe seiner langen, speichelfeuchten Zunge hauptsächlich von Termiten und Ameisen, deren Nester er mit seinen Krallen aufbricht. Adolpho verfügt dem Zoosprecher zufolge schon über soviel Kraft, dass er bei jeder Fütterung zwei Personen beschäftigt. Während ein Pfleger ihn festhält, verabreicht ihm der zweite die Nahrung aus einer Spritze ins Maul. (fg/ddp)

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