Berliner Zoo : Berlin und die Pandas - ein Rückblick

Erstmals waren Pandabären 1939 in Berlin zu sehen. Die neuere Berliner Panda-Zeit begann dann 1980.

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Berlin hatte eine lange Geschichte mit Pandas - sie begann 1939.
Berlin hatte eine lange Geschichte mit Pandas - sie begann 1939.Foto: dpa

Der Berliner Zoo verweist gern auf seine jahrzehntelange Erfahrung in der Haltung von Pandas. Damit hat er recht, wenngleich das Traumziel dieser Bemühungen, die Vergrößerung der Bärenpopulation, bislang nie gelang. Die neuere Berliner Panda-Zeit begann am 5. November 1980, als das Pärchen Bao Bao („Schätzchen“) und Tjen Tjen („Himmelchen“) als Staatsgeschenk des chinesischen Regierungschefs Hua Guofeng an Bundeskanzler Helmut Schmidt in Berlin eintraf – pelziges Nebenprodukt einer Kanzlerreise ins Reich der Mitte, das er an Berlin weiterreichte.

Ohne Nachwuchs

In Berlin hegte man große Hoffnungen, dass sich aus den beiden Pandas ein dritter ergeben könnte. Dies zerschlug sich aber endgültig, als Tjen Tjen im Februar 1984 starb. Erst 1995 erhielt der seither solo lebende Bao Bao wieder weibliche Gesellschaft: Yan Yan („Die Schöne“), diesmal nur als Leihgabe der Chinesen.

Das Paar lockte die Berliner in Scharen an, der Babysegen blieb aber auch diesmal aus, trotz aller Tricks, die man versuchte. Im März 2007 starb auch Yan Yan an einer Darmverstopfung. Bao Bao folgte ihr am 22. August 2012, seither muss Berlin ohne lebende Pandas auskommen. Drei Jahre später waren Yan Yan und Bao Bao noch einmal als Dermoplastiken in einer Ausstellung vereint, dann reiste die Bärin zurück nach China. Nur Bao Baos Fell und Skelett blieben zurück.

Panda auf Durchreise

Erstmals war ein lebender Panda, „Happy“ mit Namen, im Jahr 1939 in Berlin zu sehen. Ein Tierhändler zeigte ihn in mehreren europäischen Städten, darunter für zwei Monate in Berlin, bevor das Tier in die USA weiterreiste. Und im Ost-Berliner Tierpark war die Bärin Chi-Chi 1958 für drei Wochen zu sehen – ein Publikumsmagnet, der 400.000 Tierfreunde anlockte.

Das Tier war ebenfalls nur auf der Durchreise, sollte in die USA verkauft werden, landete wegen des dort für China geltenden Handelsembargos aber in London.

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