Berlin : Berlins Grundschulen: Mehr Selbständigkeit für die einzelnen Schulen

sve

Bei der Reform ihrer fünften und sechsten Klassen werden die Grundschulen der Stadt mehr Spielraum für eigene Entscheidungen erhalten. Anders als bisher von Schulsenator Klaus Böger (SPD) geplant, sollen die Schulen nicht verpflichtet werden, die getrennten Leistungsgruppen ("äußere Differenzierung") einzuführen.

Nach Informationen des Tagesspiegel ist stattdessen jetzt vorgesehen, dass Schulen auf Antrag auch andere Differenzierungskonzepte umsetzen können. Insbesondere Kollegien, die es schon in der Vergangenheit schafften, dem unterschiedlichen Leistungsvermögen ihrer Schüler gerecht zu werden, sollen nicht gezwungen werden, ihre Klassen in Gruppen aufzubrechen, die Schüler vorübergehend zu verteilen.

Im laufenden Schuljahr war es den Schulen freigestellt worden, die äußere Differenzierung einzuführen. Rund ein Drittel machten davon Gebrauch. Sie konnten also in den Hauptfächern für zwei bis fünf Unterrichtsstunden die leistungsstärkeren von den schwächeren Schülern trennen. Anders sei die sechsjährige Grundschule nicht zu retten, hatte der Schulsenator immer wieder beteuert und auf die steigende Nachfrage leistungsorientierter Eltern nach Gymnasien ab Klasse 5 verwiesen.

Die CDU hat gegen die geplante Einschränkung der Reform "keine Einwände". Es trage der verstärkten Eigenverantwortung der Einzelschule Rechnung, wenn sie erprobte eigene Modelle behalten und damit auch in den Wettbewerb zu anderen Schulen treten könne. Es solle aber bei Ausnahmen bleiben, forderte ihr schulpolitischer Fraktionssprecher Stefan Schlede.

Im übrigen müsse den Eltern ein Wahlrecht zugebilligt werden. Dies bedeute, dass die Einschulungsbereiche gelockert werden müssten. Bisher haben die Eltern kaum Wahlmöglichkeiten.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar