Berlin : Berlins Potenzial

Architekt Daniel Libeskind las aus seinem Buch

-

Wenn es nach Daniel Libeskind geht, dann ist Architektur wie Geschichten erzählen. „Bauwerke sind keineswegs leblose Objekte. Sie (...) besitzen genau wie wir Menschen ein Inneres und ein Äußeres, einen Körper und eine Seele“, schreibt der berühmte Architekt in seinem neuen Buch, eine Art Biographie mit dem Titel „Breaking Grounds – Entwürfe meines Lebens“. Am Dienstagabend stellte der 58jährige gebürtige Pole das Werk im Jüdischen Museum vor, in dem Gebäude, das er entworfen hat. Libeskind, der 13 Jahre in Berlin gelebt hat, ist mittlerweile wieder in die Stadt seiner Jugend gezogen, nach New York City. Dort verwirklicht er das derzeit wohl wichtigste Architekturprojekt: die Neugestaltung des World Trade Centers. Die Publizistin Susanne Weingarten fragte ihn im Podiumsgespräch, was er fühle, wenn er zurückkomme nach Berlin. „Die Stadt hat Potenzial“, antwortete Libeskind, aber was die architektonische Gestaltung anbelange, brauche Berlin noch ein wenig Zeit.

Auf eine Frage aus dem Publikum, wie er die Absage an den Architekten Zumthor bewerte, dessen Plan für die Topographie des Terrors aus Kostengründen nicht verwirklicht wurde, äußerte sich Daniel Libeskind sehr vorsichtig. Er kenne die Details nicht genau, wisse aber, wie wichtig es sei, beim Bau öffentlicher Gebäude den finanziellen Rahmen einzuhalten. awa

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben