Berlin : Berlins Schönheit ist in Steglitz zu bestaunen

S-Bahnhof Savignyplatz. So zeichnet André Krigar seine Heimatstadt. Foto: promo
S-Bahnhof Savignyplatz. So zeichnet André Krigar seine Heimatstadt. Foto: promo

„Berlin ist immer anders, aber die Orte sind gleich, wenn sie auch manchmal ein anderes Kleid tragen“ – so erklärt der Maler André Krigar seine Lust, immer mal wieder die eigene Heimatstadt ins Bild zu setzen. Dieses Jahr hatte der 58-Jährige seine Staffelei schon in Italien, Finnland, Nord- und Süddeutschland und in den Niederlanden aufgebaut und seiner Leidenschaft freien Lauf gelassen, Straßen, Plätze, Landschaften und ihre Bewohner in Tag- und Nachtschichten bei allen Wettern zu malen. Dann aber schien es an der Zeit, mal wieder durch die eigene Stadt zu streifen und Berlin zu malen. In der Steglitzer Galerie Classico ist jetzt zu sehen, was der Maler „unterwegs in Berlin“ erlebt und empfunden hat. In 50 Szenen ist die Stadt in Öl präsent, hier kann der Betrachter staunen – und die Bilderwelt mit der real existierenden Wirklichkeit da draußen vergleichen. Ist die Fassade in der Rheinstraße wirklich so hell, wie sie hier in der Wintersonne scheint? Ist es nicht das lässige Flair um die Flaneure am Bahnhof Savignyplatz, das unsere Stadt so reizvoll macht? Hier stille Parks, daneben der flutende Verkehr zwischen den prächtigen Gebäuden Unter den Linden und die Museumsinsel. Hier stand der Maler übrigens schon an seiner Staffelei, als man noch Passierscheine brauchte, um eingelassen zu werden, an Leinwand, Pinsel und Farbe hat sich übrigens damals niemand gestört. „Das Berliner Provisorium ist jetzt vorbei, wir spüren eine große Normalität: Berlin hat seine neue Identität gefunden“, sagt André Krigar. Er ist alles andere als ein Schönwettermaler. Berlin ist eigentlich immer schön – auch bei diesem Wetter. Lo.

„Unterwegs in Berlin“ in der Galerie Classico, Steglitz, Schützenstraße 52, bis 22. Januar, Mi–Fr 15–19, Sa 11–16 Uhr.

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