Berlin : Berlins SPD eröffnet Wahlkampf

Mit dem Ziel, mindestens 30 Prozent der Wählerstimmen zu ergattern, geht die Berliner SPD in den Wahlkampf. Der Spitzenkandidat Klaus Wowereit wird am Freitag auf einem Landesparteitag nominiert. Zum vierten Mal – seit dem Bruch der CDU/SPD-Koalition vor zehn Jahren. Zurzeit liefern sich die Sozialdemokraten mit den Grünen ein Kopf-an-Kopf-Rennen in den Meinungsumfragen.

Auf dem Parteitag wird der Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) als Ehrengast die Eröffnungsrede halten. Scholz hat in diesem Jahr das mit Abstand beste Wahlergebnis für die SPD bei einer Landtagswahl erzielt und kann allein regieren. Außerdem beschließen die Genossen ihr Wahlprogramm für Berlin. Da schon vorher etwa 300 Änderungsanträge eingearbeitet wurden, ist mit einer kontroversen programmatischen Debatte nicht zu rechnen. Die Nominierung des Spitzenkandidaten wird begleitet von einem erneuerten Internetauftritt der Landes-SPD und einer ebenfalls renovierten Wowereit-Homepage. Eine Woche später wird die erste von vier Ausgaben einer SPD-Wahlkampfzeitung in der Stadt verteilt. Mit einer Auflage von über 400 000 Stück soll das „Berliner Stadtblatt“ die Wähler flächendeckend mobilisieren. Der Name geht auf eine sozialdemokratische Zeitung Anfang der fünfziger Jahre zurück, deren Chefredakteur zeitweilig Willy Brandt war. za

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