Berlins spektakulärste Tresoreinbrüche : Schränker, Räuber, Panzerknacker

SCHLIESSFÄCHER GELEERT


Die Brüder Franz und Erich Sass sind legendär – und der Einbruch in die Disconto-Gesellschaft am Wittenbergplatz vom 27. Januar 1929 war ihr Meisterstück. Vom Nachbarhaus aus gruben sie tagelang einen Tunnel, stemmten sich durch die Außenwand in den Tresorraum und räumten 179 der 181 Schließfächer leer.

REICHSBAHN GEPLÜNDERT
Damals hießen Tresorknacker noch „Schränker“: Am 6. November 1951 drang eine Bande in die Eisenbahnverkehrskasse der Reichsbahndirektion Berlin Unter den Linden-/Ecke Charlottenstraße ein, meißelte sich zum Tresor durch, schweißte ihn auf. Die Beute: 1,693 Millionen Ost-, 224.631 West-Mark.

HERTIE-TRESOR GEKNACKT
Die beiden Einbrecher, die in der Nacht zum 27. Mai 1965 den Tresor von Hertie in der Wilmersdorfer Straße ausräumten, hatten einen guten Termin gewählt: die Polizei durch einen Queen-Besuch abgelenkt, zudem Himmelfahrt. In acht Stunden knackten sie den Tresorraum, leerten Hunderte von Lohntüten.

FLUCHTTUNNEL GEGRABEN
Monatelang hatten die vier Bankräuber einen Fluchtweg gegraben, am 27. Juni 1995 schlugen sie in der Commerzbank-Filiale Schlachtensee zu: Sie nahmen 16 Geiseln, hielten die Polizei mit Verhandlungen hin, räumten währenddessen die Schließfächer leer – und entkamen samt Beute durch ihren Tunnel. ac

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