Berlin : Berlins Türken blicken nach Istanbul

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Wenn am Sonnabend der Schiedsrichter im Istanbuler AtatürkStadion das Fußball-Freundschaftsspiel Deutschland gegen Türkei anpfeift, wird fast ganz Berlin vor dem Fernseher sitzen – obwohl die türkischen Fans jetzt gelassen tun: „Das Spiel ist für uns nicht so wichtig“, beteuert Schiedsrichter Ali Günsever, Schiedsrichter beim 1. FC Schöneberg. Viel wichtiger sei das Qualifikationsspiel Dänemark gegen Griechenland, das zur selben Zeit beginnt. „Dieses Spiel entscheidet darüber, wie viele Tore die Türkei am Mittwoch im Qualifikationsspiel gegen Albanien schießen muss, damit sie Tabellenzweiter bleibt“, sagt ein Mitarbeiter in der Geschäftsstelle des SV Yesilyurt. Trotzdem will man hier in der Reinickendorfer Straße 106 in Wedding das Freundschaftsspiel im ZDF zeigen, weil der Verein davon ausgeht, dass die Fans lieber dieses Spiel sehen wollen. „Es geht immerhin darum, gegen eine Mannschaft von Weltformat zu siegen“, gibt letztendlich auch Schiedsrichter Günseven zu. Dass das Stadion in Istanbul ausverkauft sei, zeige schließlich, wie bedeutend das Spiel sei. Im Szenecafé Binbir in der Nürnberger Straße 22 in Charlottenburg ist deshalb auf alles vorbereitet. Dort stehen gleich zwei große Leinwände bereit. Vier Bundesliga-Profis stehen im Aufgebot der Türkei, so dass nicht schwer zu erraten sein wird, für welche Mannschaft das Herz der Gäste schlagen wird.suz

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