Berlins U-Bahnen werden dicker : Bauch rein!

Unser Autor hält nichts davon, dass die U-Bahnen in Berlin breiter werden. Allerdings haben die schon einen entscheidenden Vorteil gegenüber den ebenfalls dicker werdenden Autos.

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Das 1:1-Modell der neuen Berliner U-Bahn steht derzeit im Ausbildungszentrum für die U-Bahn-Fahrer in Alt-Moabit.Weitere Bilder anzeigen
Foto: Mike Wolff
08.05.2013 10:23Das 1:1-Modell der neuen Berliner U-Bahn steht derzeit im Ausbildungszentrum für die U-Bahn-Fahrer in Alt-Moabit.

Wirft man einem Manne vor, er wolle den dicken Maxe markieren, ist das nicht gerade schmeichelhaft. Die Physiognomie spielt dabei keine Rolle, selbst Spindeldürre können unter dieses Verdikt fallen. Es ist vielmehr eine Frage des Charakters.

Wie aber ist der Fall einer U-Bahn zu bewerten, die plötzlich nur noch gerade so durch den Tunnel passt? Und dies alles wegen der sogenannten „Bombierung“, der Ausweitung des Leibesumfangs an den Seiten, der Ansammlung von Hüftgold sozusagen, um so eine U-Bahn mal von der menschlichen Seite her zu betrachten.

Doch offenbar liegt diese Verdickung im Trend der Zeit, hier treffen sich der öffentliche Nahverkehr und der private Kraftverkehr. Werden nicht auch unsere Autos immer breiter, dicker, ausladender? Ohne elektronische Einparkhilfe ist solch ein Koloss auf Rädern doch kaum noch in eine herkömmliche Parkhauslücke hineinzubugsieren, geschweige denn hinaus. Und wenn es dann doch geglückt ist, geht die Plackerei weiter, muss zum Aussteigen der Bauch eingezogen werden, weil niemand mehr die Tür weiter als einen Spalt öffnen kann. Die Lösung wären Schiebetüren – wie bei der dicken U-Bahn.

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