Berlin : BERLINS VERLORENE KINDER

ZAHLEN UND FAKTEN



Die Tendenz steigt: Wurden im Jahr 2005 noch 1054 Kinder und 2422 Jugendliche in Berlin als vermisst gemeldet, waren es im vorigen Jahr 1129 Kinder und 2747 Jugendliche. Doch die meisten Vermissten werden nach wenigen Stunden oder Tagen wieder gefunden. Viele sind kurzzeitig ausgerissen von zu Hause, weil sie Schulprobleme haben, eine Identitätskrise in der Pubertät oder einfach Ärger mit Freunden oder Verwandten. Doch einige Familien müssen nach dem Verschwinden ihres Kindes seit Jahren mit der Ungewissheit leben.

LANGZEITVERMISSTE

Die Berliner Polizei registrierte 237 Kindern, die in den vergangenen 30 Jahren nicht nach Hause zurückkehrten. Detaillierte Informationen gibt es auf der Internetseite der Polizei www.polizei.de.

Darunter auch die jüngsten Fälle, die die Stadt bewegten:

Manuel Schadwald

Er war zwölf Jahre alt, als er am 24. Juli 1993 die Wohnung seiner Eltern in Tempelhof verließ, um mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Freizeit- und Erholungszentrum Wuhlheide (FEZ) zu fahren. Dort kam er nie an. Es gingen Hinweise ein, die auf Verbindungen zur Kinderpornoszene in Belgien und den Niederlanden schließen ließen. Sie wurden aber nie bestätigt.

Till Kratzsch

Seit dem 14. Juli 1995 ist der damals 13-Jährige verschwunden. Er hatte einen Freund aus Bielefeld zum Bahnhof Zoo begleitet. Dort verliert sich die Spur.

Sandra Wißmann

Das damals zwölf Jahre alte Mädchen aus Kreuzberg wird seit dem 28. November 2000 vermisst. Es wollte an jenem Tag bei Karstadt am Hermannplatz ein Geburtstagsgeschenk für seine Mutter kaufen. Es kehrte nie nach Hause zurück. tabu

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar