Berlin : Bernauer Straße: Gedenkstätte wird später fertig

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Die Realisierung der neuen Mauergedenkstätte an der Bernauer Straße wird mehr Zeit brauchen als bislang geplant. Das hängt mit dem Regierungswechsel zusammen, wie der Sprecher der Kulturverwaltung, Torsten Wöhlert, am gestrigen Mittwoch sagte. Mit dem Staatsminister für Kultur müssten Verhandlungen über die Grundstücke geführt werden, die gebraucht werden, um das Areal an der Bernauer Straße mit einem Stück Hinterlandmauer und einem Postenweg zu einer Erinnerungs- und Gedenkstätte ausbauen zu können. Das Areal steht im Zentrum des Mauerkonzepts von Kultursenator Thomas Flierl (Linkspartei), das er im April vorgestellt hatte.

In dem Konzept, das der Senat inzwischen gebilligt hat, schlägt Flierl vor, an der Bernauer Straße zumindest die Tiefe des Todesstreifens darzustellen. Hier soll „ein größerer zusammenhängender Abschnitt der Grenzsicherungsanlage erfahrbar“ gemacht werden, heißt es in dem Konzept. Auf dem angrenzenden Nordbahngelände könne bis hin zum Mauerpark markiert werden, wie sich die Grenze darstellte. Dazu müssten der Bund und das Land Berlin rund 40 Grundstücke zur Verfügung stellen, sagt der in der Kulturverwaltung mit dem Mauerkonzept befasste Mitarbeiter Rainer Klemke. Knapp die Hälfte der Grundstücke sollen vom Bund kommen. Ein Teil der Grundstücke befinde sich im Prozess der Rückübertragung.

Außerdem müsse man sich um vier private Grundstücke bemühen. Über eine Parzelle an der Ackerstraße verhandelt die Verwaltung mit dem Eigentümer über einen Rückkauf. Für eine Fläche an der Bergstraße gibt es eine Baugenehmigung. Über dieses und zwei andere Grundstücke müssten Gespräche mit den Eigentümern geführt werden, so Klemke. Die Gedenkstätte soll 2011 fertig sein. wvb.

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