• Beruhigungsmaschine für gestresste Manager Berliner Preise im Wettbewerb Jugend forscht vergeben

Berlin : Beruhigungsmaschine für gestresste Manager Berliner Preise im Wettbewerb Jugend forscht vergeben

Marc Neller

Wetten, dass Sie gerade in der Betaphase sind? Sie lesen, Ihr Gehirn ist aktiv und Sie sind wach. Eine schwarze Sonnenbrille mit rot oder grün blinkenden Knöpfen an der Innenseite der Gläser soll das ändern – für Leute, die vorübergehend aufhören wollen, aktiv zu sein. „Die Mindmachine führt Menschen schnell in Entspannungs- und Traumphasen. Das blinkende Licht vor den Augen wirkt ähnlich hypnotisch wie ein Lagerfeuer, in das man lange schaut“, sagt Niko Hübner-Kosney. 45 Euro kostet das Gerät, das der Zivildienstleistende und seine Freundin, Jurastudentin Katharina Hoffmann, entwickelt und nach eigenen Angaben 300-mal verkauft haben. Unter anderem an gestresste Manager oder Heilpraktiker. Auch die Juroren des Landeswettbewerbs „Jugend forscht 2004“ sind von der Mindmachine überzeugt. Das Ergebnis: erster Preis in der Sparte Biologie.

Sieben Kategorien gab es insgesamt, trotzdem wurden gestern im Siemensforum aus 79 Teilnehmern nur sechs Sieger oder Siegerteams ausgewählt. „Wir haben die Ideen auch danach bewertet, welche Chancen der Teilnehmer Mitte Mai beim Bundeswettbewerb in Saarbrücken haben könnte“, sagte Landeswettbewerbsleiter Ralph Ballier.

Andrea Deutschland und Andre Schulze, beide 19, lassen sich derzeit zu Chemielaboranten ausbilden. Sie haben herausgefunden, dass bestimmte von Forschern oft verschmähte Kolben Flüssigkeiten in Wirklichkeit effektiver kühlen als die in Labors viel häufiger gebrauchten Intensivkühler. Sie sind umweltfreundlicher und billiger. Der Effekt für die Erfinder: erster Preis im Fachgebiet „Arbeitswelt“, viel Gedränge an ihrem Stand, Interesse von Lehrern und einem Herrn von Siemens. Für eine simple Technik mit einem erstaunlichen Effekt bekamen Thomas Bünger, 15, und Tobias Grelle, 16, einen Sonderpreis: Sie haben mit Legoschienen und einem Projektor-Motor einen handelsüblichen Scanner umgerüstet, der Super-8-Filme kopiert. Auf einem Laptop zeigen sie an ihrem Stand im Siemensforum alte Kinderfilme als Proben.

Mit einem 30000-zeiligen Computerprogramm verblüffte Filip Rindler, 19, die Jury. Seine Software soll etwa winzige Roboter steuern können, die künftig kaputte Adern reparieren sollen und Krebszellen zerstören. Auch er bekam 250 Euro für seinen ersten Platz.

Experten interessierten sich für Robert Greifs Erfindung. Der 16-jährige Schüler gewann den Technik-Preis mit einem Profil für Flugzeugflügel, das man während des Flugs verstellen kann.

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