Beschäftigung : Eiszeit am Arbeitsmarkt

Die kalte Witterung lässt die Arbeitslosenzahlen in Berlin und Brandenburg im Januar in die Höhe schnellen. Mehr als 400.000 Menschen haben derzeit keine Beschäftigung. Seit Dezember haben somit rund 40.000 Menschen ihren Job verloren.

BerlinDie Arbeitslosigkeit in Berlin und Brandenburg ist im Januar deutlich gestiegen. In der Region waren 421.913 Menschen erwerbslos gemeldet, 41.506 mehr als im Vormonat, aber 29.481 weniger als vor einem Jahr, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Berlin mitteilte.

Die Arbeitslosenquote stieg gegenüber dem Vormonat um 1,4 Punkte auf 13,9 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 14,9 Prozent gelegen. Den Angaben zufolge haben vor allem die extremen Wintertemperaturen im Januar zu einem weiteren Anstieg der Erwerbslosigkeit geführt.

240.000 Berliner ohne Job

In Berlin waren im Januar 238.652 Menschen offiziell ohne Job, 20.462 mehr als im Dezember. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Erwerbslosen um 13.668. Die Arbeitslosenquote nahm gegenüber dem Vormonat um 1,3 Punkte auf 14,2 Prozent zu und lag damit 0,8 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

Im Land Brandenburg stieg die Zahl der Erwerbslosen im Januar auf 183.261. Das waren 21.044 Menschen ohne Job mehr als im Dezember. Binnen Jahresfrist reduzierte sich die Zahl der Arbeitssuchenden um 15.813. Die Erwerbslosenquote stieg damit gegenüber dem Vormonat um 1,6 Punkte auf 13,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreswert reduzierte sie sich um 1,1 Punkte.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Region stieg 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 43.055. Im vergangenen Jahr waren in Berlin und Brandenburg 1,862 Millionen Menschen in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen tätig, das sind 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr. (iba/ddp)

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