Berlin : Beschaffungskriminalität: Drogensüchtige begingen 14 Einbrüche

Der geständige Angeklagte war zwischen Juni und August 1999 teils allein, teils mit ebenfalls drogensüchtigen Komplizen in Geschäfte, Büros und Arztpraxen eingebrochen. Die Männer hatten laut Anklage technische Geräte und Geld, aber auch eine Golfausrüstung, Sonnenbrillen und Kosmetik im Wert von rund 80 000 Mark erbeutet.

Der Angeklagte hatte eigenen Angaben nach morgens Kokain genommen, hatte auf dem Fahrrad die Gegend ausgespäht, um nach Geschäftsschluss meist über die Hintertüren oder Fenster sein Ziel zu erreichen. Mit dem Erlös aus seinem Beuteanteil habe er die bei seinem Dealer vorbestellten Drogen bezahlt.

Die gestohlenen Geräte habe er meist in Kneipen versilbert. Kosmetik aus einem Frisiersalon habe er in Bordells verkauft. Der medizinische Sachverständige attestierte eine erheblich verminderte Schuldfähigkeit durch den Konsum von Drogen.

Schon vor der Polizei hatte der Metallbauer alles gestanden. Einige der Einbrüche hätten ohne seine Beichte nie geklärt werden können, sagte seine Anwältin in ihrem Plädoyer für eine milde Strafe. Seit zehn Monaten unterzieht sich der 29-Jährige einer Therapie. Wenn er die Behandlung vorzeitig beendet oder erneut Straftaten begeht, wird der Mann auf Anordnung des Gerichts in eine Entzugsanstalt eingewiesen. Die beiden mutmaßlichen Komplizen warten noch auf ihre Prozesse.

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