Berlin : Besser als betteln

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Als Friedrich WilhelmI. 1713 einen völlig verschuldeten Staat übernahm, verkaufte er als erste Amtshandlung den Krönungsmantel seines Vaters. Zehn Jahre später instruierte der Soldatenkönig sein Generaldirektorium so: „Wegen des jährlichen Etats, welchen die Räte entwerfen sollen, werden die Herren sagen, es sei nicht möglich. Aber sie sollen die Köpfe daran stecken, und befehlen wir ihnen hiermit ernstlich, es sonder Räsonnieren möglich zu machen.“ Finanzsenator Sarrazin hat diese strengen Worte der Berliner Finanzplanung 2002 2006 als Motto vorangestellt. Nicht jammern, was alles nicht geht, sondern nach Auswegen aus der Finanznot suchen. Das ist die Aufgabe jedes Finanzministers. Sei es im Preußen des 18.Jahrhunderts oder im Berlin des 21. Jahrhunderts. Damit wir nicht bald die Schlagzeile drucken müssen, die 1931 im „Vorwärts“ stand: „Berlin – eine arme Stadt. Selbst für die Bettler ist nichts mehr zu holen.“ za

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