Berlin : Besser mit Bus und Bahn zur Ikea-Eröffnung

120000 Besucher am Sachsendamm von heute bis Sonnabend erwartet

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Ohne rotes Band geht es nicht. Egal, ob Kaufhäuser öffnen oder Autobahnen freigegeben werden, immer wird eines von ihnen durchschnitten. Wenn heute der neue Ikea Markt am Sachsendamm öffnet, geht es ohne rotes Band. Dann wird symbolisch ein Baumstamm zersägt. Ein Mitarbeiter und ein Stammkunde machen gemeinsame Sache und sind hoffentlich pünktlich fertig, damit ab acht Uhr die Massen in das neue Haus strömen können. Das Ganze passiert unter den Augen des schwedischen Botschafters Carl Tham. Er wird heute früh dabei sein.

Frühsport ist also angezeigt wenn es im neuen Laden losgeht, nicht nur, um die Eröffnungsschnäppchen abzugreifen. Ab sechs Uhr gibt es in einer denkmalgeschützten Schmiede des ehemaligen Reichsbahn-Ausbesserungswerkes eine kleine Party für die Frühaufsteher unter den Ikea-Fans. Unter den ersten 2000 Gästen werden Einkaufsgutscheine verlost. Das wurde arrangiert, damit ab acht Uhr, wenn der Laden eigentlich öffnet, nicht sofort der gesamte Verkehr zusammenbricht. Das passiert garantiert im weiteren Verlauf des Tages. Ikea rechnet mit rund 40000 Besuchern am ersten Tag, die meisten werden mit dem Auto kommen und im Stau stehen. Auch wer nicht zu Ikea will, aber über die Stadtautobahn fährt, sollte sich auf Behinderungen einstellen. Die Polizei rechnet damit, dass der Rückstau vom Ikea-Parkplatz bis auf die Stadtautobahn in Höhe der Anschlussstelle Alboinstraße reichen wird.

Die Polizei rät daher dringend, mit Bussen und Bahnen anzureisen. Der S-Bahnhof Papestraße liegt nur einen kurzen Fußweg entfernt und die Busse der Linien 146 und 204 halten in der Nähe. Diese Empfehlung gilt auch für Freitag und Sonnabend. An allen drei Tagen ist der neue Ikea von 8 bis 20 Uhr geöffnet, ab Montag dann von 10 bis 20 Uhr. Das Unternehmen rechnet damit, dass in den ersten drei Tagen insgesamt 120 000 Kunden kommen. Am heutigen Donnerstag könnte es den meisten Trubel geben. Die in Berlin streikenden Studenten kündigten an, massenhaft zur Ikea-Eröffnung kommen zu wollen, um symbolisch beim schwedischen Botschafter „Bildungsasyl“ zu beantragen

Wer nur ein neues Möbel braucht, das nicht preisreduziert ist, und den Besuch nicht verschieben kann, ist vielleicht besser beraten, auf Ikea in Spandau und Waltersdorf auszuweichen, wo man auch Billy-Regale und Faktum-Küchen kaufen kann. oew

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