Berlin : Bessere Informationen über Pflege Angebot der Heime soll transparenter werden

In Berlin sollen Patienten und Angehörige künftig die Qualität der Pflege in Heimen besser vergleichen können. Dazu hat der „Runde Tisch Pflegequalität“, den Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner (Linke) Ende März initiiert hatte, gestern das Muster eines „Freiwilligen Transparenz- und Qualitätsberichts“ beschlossen. Es handelt sich um einen von Fachleuten erarbeiteten Fragebogen, der an alle rund 300 Berliner Pflegeheime verschickt wird. Die Antworten, die bis Herbst erwartet werden, sollen im Internet veröffentlicht werden. Dem Runden Tisch gehören Vertreter von Heimbetreibern, Pflegekassen, Einrichtungen des Verbraucherschutzes und Betroffeneninitiativen an.

Die Qualitätsberichte sollen allgemeine Informationen über das Pflege- und Betreuungsangebot des jeweiligen Heimes enthalten, über das Personal und dessen Qualifikation, die Preise, die Verpflegung und Maßnahmen der Qualitätssicherung. Zudem soll der Bericht vermitteln, inwieweit auf individuelle Wünsche und Gewohnheiten der Heimbewohner eingegangen wird.

Bundesweit einzigartig ist nach Angaben der Sprecherin der Sozialverwaltung, Roswitha Steinbrenner, dass die Heimbetreiber auch die Ergebnisse von Prüfungen durch Heimaufsicht und Medizinischen Dienst der Krankenversicherung veröffentlichen sollen, etwa was den Umgang mit Medikamenten oder die Vorbeugung von Druckgeschwüren betrifft.

Senatorin Knake-Werner wies darauf hin, dass es den Heimen zwar freigestellt sei, ob sie das Berichtsmuster verwenden oder nicht, „doch sollten potentielle Kunden stets danach fragen und damit einen Anreiz für die Pflegeheimbetreiber schaffen, an dieser Transparenz- und damit Qualitätsoffensive teilzunehmen“. how

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