Bessere Infos : "In zwei Minuten kommt der nächste Zug"

Die S-Bahn will ihre Kunden künftig „wesentlich besser“ über aktuelle Abfahrtszeiten an ihren Bahnhöfen sowie über Verspätungen oder Ausfälle informieren. Dafür werden bis 2013 an fast allen Bahnhöfen moderne Anzeige- und Durchsagesysteme installiert. Außerdem sollen die tatsächlichen Abfahrtzeiten an jeder Station im Internet abrufbar sein.

LCD-ANZEIGEN

Das sind elektronische Anzeigetafeln, wie sie bereits die BVG an Bus- und U- Bahnhöfen hat. Sie zeigen aktuell an, wann der erwartete Zug die Station erreicht. Bisher sind nur 57 S-Bahnhöfe mit LCD-Tafeln ausgestattet, 77 weitere Stationen sollen hinzukommen. In diesem Jahr will die S-Bahn 34 zusätzliche Bahnhöfe damit ausrüsten, 2012 dann die meisten anderen. Da für dieses Projekt ein ganz neues digitales Hochleistungsnetz geschaffen werden muss, belaufen sich die Gesamtkosten laut S-Bahn auf etwa 36 Millionen Euro.

DURCHSAGEN

Bisher müssen an jedem S-Bahnhof noch Informationen einzeln durchgesagt werden. Sammeldurchsagen von einer zentralen Stelle aus sind nicht möglich. Das soll sich nun ändern: Bis 2013 will die S-Bahn ein „komplett neues Beschallungssystem“ installieren. Damit ist es dann möglich, an allen Bahnhöfen einer Linie gleichzeitig beispielsweise eine Verspätung oder einen Warnhinweis durchzugeben. Falls nötig, können sogar alle S-Bahnhöfe in ganz Berlin auf diese Weise zur gleichen Zeit erreicht werden. „Ein derartiger Service ist bundesweit einmalig“, schwärmte gestern ein S-Bahnsprecher.

INTERNETINFOS

Auch der Webservice soll auf den neusten Stand gebracht werden. Das bedeutet: Schon ab Dezember dieses Jahres kann man im Internet für jede S-Bahnstation abrufen, wann aktuell der nächste Zug dort einfährt. Wer also beispielsweise in der Nähe eines Bahnhofes zu tun hat oder dort in einem Lokal sitzt, kann bequem mit Blick aufs internetfähige Handy ersehen, wann er losgehen muss. cs

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