Berlin : Besseres Arbeitszeit- und Gesundheitsmanagement soll Lehrern helfen

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Ein besseres Arbeitszeit- und Gesundheitsmanagement soll den Schulalltag erleichtern. Dies fordert der Berliner Beamtenbund. Andernfalls will er die Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung ablehnen und sich an Protesten beteiligen. Dies kündigte gestern der Vorsitzende Joachim Jetschmann gegenüber dem Tagesspiegel an.

Laut Jetschmann geht wertvolle Lehrer-Arbeitszeit durch unprofessionelle Unterrichtsplanung verloren. Deshalb müssten die damit befassten Kräfte geschult oder sogar durch externe Berater "begleitet" werden. Darüberhinaus soll es auch in Schulen ein "Gesundheitsmanagement" geben, wie es Ende August von Senat und Bezirken verabredet wurde. Dies bedeutet, dass Krankheitsquoten und Arbeitsumfelder analysiert werden, um "krankmachende Faktoren" bekämpfen zu können.

In die gleiche Richtung geht auch die Forderung nach Schulungen in Sachen "Personalführung". Laut Jetschmann haben viele Pädagogen das Gefühl, dass sich "keiner um sie kümmert". Eine weitere Entlastung sei möglich, indem Personalüberhangkräfte an die Schulen abgeordnet würden, um dort etwa die vielen Statistiken zu führen.

Die Lehrerverbände des Beamtenbundes treffen morgen Staatssekretär Thomas Härtel (SPD). Sie erwarten genaue Angaben über den Lehrerbedarf und Entgegenkommen bei den genannten Forderungen, sonst drohten "arbeitsrechtliche Schritte".

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