Berlin : Best of Bibel: Ben Beckers Rezitationsshow

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Wickert redet Klartext. „Gauner muss man Gauner nennen“, hat Ulrich Wickert sein neues Buch genannt, in dem er Ehrlichkeit im Denken fordert. Das heißt für den kritischen und zugleich ironischen Journalisten vor allem, die Dinge offen beim Namen zu nennen. Am 9. Mai macht er das in Berlin auch selbst. Da liest Wickert um 20 Uhr 15 in Lehmann’s Fachbuchhandlung, Hardenbergstraße 5 in Charlottenburg, aus seinem Buch vor. Eintritt 10, ermäßigt 8 Euro, Telefon: 61 79 11 95. hema

Möbelspende für Stadtmission. Mobiliar für fast 2500 Euro spendete Möbel-Hübner der Berliner Stadtmission. Die richtet damit ihren Gruppenraum im Gemeindezentrum am Hauptbahnhof und einige Wohnprojekte ein. hema

Walpurgisnacht im Zoo. Mit allerlei Hexen kann man sich am 30. April ab 18 Uhr im Zoo tummeln – für 11 Euro sind Große, für 5,50 Euro Kleine dort bei der Walpurgisnacht dabei. hema

„Macht hinne, Kinners, ick bin heiß“, sagt Schauspieler Ben Becker und tigert durch den Aufnahmesaal des Deutschen Filmorchesters Babelsberg in der Nalepastraße. Da laufen gerade Bild- und Tonaufnahmen für CD, DVD und Bildband zu Beckers neuem Großprojekt: „Die Bibel – eine gesprochene Symphonie.“

Am 12. Oktober steigt die Welturaufführung im Berliner Tempodrom. Außer Rezitator und Sänger Ben Becker mit seiner sonoren Bassstimme stehen die Zero Tolerance Band und das komplette Filmorchester Babelsberg auf der Bühne. Die Musik zur Bibellesung wird eine Mischung aus eigens komponierter sinfonischer Musik und Popsongs von Johnny Cash, Elvis Presley oder Dolly Parton sein.

Eine Rezitationsshow aus Bibeltexten – darauf ist in den wilden Siebzigern schon Ben Beckers erklärter Bruder im rebellischen Geiste Klaus Kinski gekommen. Dessen legendärer Abend „Jesus Christus Erlöser“ in der Deutschlandhalle endete 1971 im wüsten Tumult. Das als „Scheiß-Gesindel“ beschimpfte Publikum wollte sich von Jesus Kinski einfach nicht erlösen lassen.

Ben Becker flachst mit seinen Musikern. „Die Aufnahme machen wir jetzt aber noch mal – im Namen des Herrn“, grinst er und zieht an der Zigarette. Für seine Textbearbeitung der Episoden aus dem Alten und Neuen Testament geht er auf Nummer sicher: Die Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart hat seiner Auswahl aus der Luther-Bibel zugestimmt.

Religiös sei er nicht, sagt Becker, 42. Aber je mehr er sich mit der Bibel beschäftige, desto spannender finde er Religion. „Ich weiß nicht genau, was es ist, aber irgendwas ist dran an der Sache.“ Die Storys seien jedenfalls viel besser als Grimms Märchen. Und so hat sich Regisseur Becker die größten Bibelhits rausgesucht: die Schöpfungsgeschichte, den Sündenfall von Adam und Eva, Noahs Arche, Kain und Abels Bruderzwist und Jesu Tod und Auferstehung. Dargeboten mit Wispern und Schreien, voller Orchesterdröhnung und Kostümen von Fiona Bennett. gba

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