Berlin : Bestechungs- und Untreueverdacht gegen den Chef der "Sozialstation Triftstraße"

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Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verdachts der Bestechung, Untreue sowie falscher Krankenkassen-Abrechnungen gegen den Chef der privaten Pflegekette "Sozialstation Triftstraße", Georgios Giannakopoulos. Justizsprecher Martin Steltner betätigte gestern auf Nachfrage, dass am vergangenen Freitag im Zuge von Ermittlungen in zwei verschiedenen Verfahren gegen Giannakopoulos und weitere Verdächtige fünf Hausdurchsuchungen stattfanden. Nach Tagesspiegel-Informationen wurden Berliner Wohnungen und Büros sowie das Ferienhaus von Giannakopoulos auf Sylt durchsucht. Über Ergebnisse der Ermittlungen und die Höhe des möglichen Schadens könne man noch nichts mitteilen, so der Justizsprecher. Wegen Verdachts der Bestechlichkeit wird auch gegen einen Krankenkassen-Mitarbeiter ermittelt, der als Gegenleistung für die Weitergabe vertraulicher Informationen über andere Pflegedienste an Giannakopoulos mit Urlaub in dessen Ferienhaus belohnt worden sein soll. Giannakopolous betonte auf Nachfrage, dass sich Ermittlungen gegen ihn persönlich richteten und "die Vorwürfe ohne Substanz sind". Seine elf Sozialstationen seien nicht durchsucht worden. Wegen "Dumpingpreisen" und eines umstrittenen exklusiven Pflegevertrags mit der Betriebskrankenkasse Berlin war die Kette "Sozialstation Triftsstraße" im Herbst von anderen privaten und gemeinnützigen Pflegediensten scharf kritisiert worden.

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