• Beten für Deutschland In der Schöneberger Lukas-Gemeinde nimmt man sich aktueller Themen an

Berlin : Beten für Deutschland In der Schöneberger Lukas-Gemeinde nimmt man sich aktueller Themen an

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Kati kann sich freuen – die ganze Gemeinde betete gestern für die junge Frau, die Berlin für vier Jahre verlässt, um in Chicago zu studieren. Zuvor hatte sie sich wünschen dürfen, worum man Gott für sie bitten soll. Auch die zwei jungen Ehepaare, die während des Sonntagsgottesdienstes der LukasGemeinde in ihre neuen Lebenskreise in Hamburg und Mülheim verabschiedet wurden, durften sich eine ganz persönliche Fürbitte wünschen. Also baten alle darum, dass die vielen Aufgaben gemeistert werden können: die noch junge Ehe, der neue Arbeitsplatz, die zu renovierende Wohnung…

Auffällig viele junge Gottesdienstbesucher saßen im überfüllten Saal in der Kurfürstenstraße 133. „Nur bei Gott komme ich zur Ruhe, er allein gibt mir Hoffnung“, verkündet dort vor dem Gemeindehaus ein Plakat der Lukas-Gemeinde. Deren Mitglieder zählen zu den etwa 700 Erwachsenen und 260 Kindern des Gemeindenetzwerks Berlin-Brandenburg des Mülheimer Verbandes freikirchlich-evangelischer Gemeinden, der sich 1905 gründete. Erstrebt wird von ihnen ein durch Wort und Geist gelebter Glaube mit Bezug zum Leben.

Gestern ging es also auch um die Entscheidung des Bundespräsidenten, den Bundestag aufzulösen. „Jetzt haben Sie es in der Hand“, hat Horst Köhler gesagt – und die Gemeinde kam der Aufforderung auf ihre Art nach: Sie betete, dass Gott das Richtige für uns tut. Bis zum Wahltag am 18. September will sie nun jeden Dienstag Gott um das Wohlergehen dieser Stadt und des Landes bitten.

Dass es bei Anbetung um eine auf Gott eingestellte Haltung im täglichen Leben gehe, vermittelte anschließend Dirk Seifert in seiner Predigt. Deren Kernsätze notierten sich etliche Zuhörer eifrig; man konnte sie wie auch die Liedertexte, die gestern mit Instrumentalbegleitung gesungen wurden, auf einer riesigen Videoleinwand ablesen. „Gott wird in uns am meisten verherrlicht, wenn wir mit ihm zufrieden sind“, stand da unter anderen – in dieser Gemeinde waren das gestern wohl alle. hema

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