Berlin : Betonfußbälle in der Stadt: Künstlergruppe bekennt sich

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Dieser Schuss ging nach hinten los. „Es tut uns leid, dass sich Menschen bei unserer Aktion verletzt haben“, teilten vier österreichische Künstler von der „Mediengruppe LM/LN“ gestern mit. Sie sind es, die am vergangenen Wochenende 16 mit Beton gefüllte Fußbälle an Ketten in der Stadt ausgelegt haben. Als „Straßenkunstaktion“, wie sie sagen.

Doch wie berichtet, verletzten sich zwei junge Männer am Alexanderplatz und in Treptow, als sie gegen die echt aussehenden Fußbälle traten. Schließlich befand sich vor den angeketteten Bällen ja auch der Leuchtschriftzug: „Can U kick it?“ (Kannst du ihn treten?“). Der Staatsschutz übernahm am Montag die Ermittlungen. Nach einem Hinweis durchsuchten 15 Beamte am Mittwochnachmittag die Werkstatt der Künstlergruppe in der Strelitzer Straße in Mitte.

Die beiden seit fünf Jahren in Berlin lebenden Österreicher Maximilian L. und Attila T. bekannten sich zu der Aktion. „Wir wurden drei Stunden vernommen“, sagen sie. Es wurde ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr eingeleitet. Das können die Künstler nicht verstehen. Sie sagen, sie verstehen ihre Betonball-Aktion mit der Aufforderung den Ball zu treten als „Denkanstoß“. Auch hätten sie es nicht für möglich gehalten, dass Leute wirklich gegen den Betonball an der Kette treten. Sie seien keinesfalls WM-Hasser. tabu

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