• Betrogene nahmen Betrüger als Geisel – Polizei befreite sie Kameruner hatten Serben Geldvermehrung versprochen

Berlin : Betrogene nahmen Betrüger als Geisel – Polizei befreite sie Kameruner hatten Serben Geldvermehrung versprochen

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Betrogene gegen Betrüger: Eine serbische Familie nahm am Montag einen 31jährigen Kameruner, der sie zuvor mit einem plumpen Trick um 11000 Euro betrogen hatte, als Geisel. Der Afrikaner hatte zuvor behauptet, mit Spezialpapier und Chemikalien jeden Geldschein zu verdreifachen. Dann aber verschwand der Mann mit dem Geld der Serben. Die machten den Betrüger ausfindig, lockten den 31-Jährigen am Montagnachmittag in eine Wohnung an der Bornemannstraße in Wedding, verprügelten ihn so lange, bis dieser seinen angeblichen Bruder anrief und ihn aufforderte, die verlangten 11000 Euro als Lösegeld zu zahlen. Die Polizei vermutet aber, dass es sich bei dem 25-jährigen „Bruder“ um einen Komplizen handelt, kann das aber nicht beweisen.

Der Mann hatte das Geld nicht und wusste sich nicht anders zu helfen, als zur Polizei zu gehen. Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) überwältigte bei der telefonisch vereinbarten Geldübergabe vor einem Café am Nauener Platz in Wedding zunächst drei Serben, von denen einer verriet, wo die Geisel gefangen gehalten wurde. Daraufhin stürmte das SEK am Abend die Wohnung an der Bornemannstraße, befreite den verprügelten und verletzten Kameruner und nahm zwei Männer und zwei Frauen fest. Darunter war auch die 21-jährige Mieterin der Wohnung.

Wegen Geiselnahme soll gegen die 21-Jährige sowie drei 24, 25 und 37 Jahre alte Männer Haftbefehl beantragt werden. Auch die betrügerischen Kameruner kommen nicht ungeschoren davon. Gegen sie wird wegen Betruges ermittelt. Gegen den befreiten 31-Jährigen werde ebenfalls ein Haftbefehl beantragt, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.weso

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