BEVÖLKERUNGSPROGNOSE : 64 000 Schüler zusätzlich bis 2030

DIE ZAHLEN

Die aktuellen Bevölkerungsprognose des Senats besagt, dass die Schülerzahl bis 2020 um knapp 12 000 steigen wird – und zwar zunächst nur an den Grundschulen. Dies bedeutet, dass bald auch die Oberschulen erheblich ausgebaut werden müssen, wenn die Grundschüler älter geworden sind. Bis 2030 werden sogar 64 000 Schüler mehr erwartet – ein Plus von 20 Prozent gegenüber 2012.

DIE BEZIRKE

Am stärksten betroffen ist Pankow mit einem Bevölkerungszuwachs von über 16 Prozent bis 2030. Da vor allem junge Familien zuziehen, fehlen hier die meisten Schulen. Auch Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg wachsen stark. Hier werden vor allem stillgelegte Gebäude reaktiviert, die wegen des extremen Schülerrückgangs nach der Wende nicht benötigt wurden. Allein Lichtenberg nimmt bis 2017 fünf „alte“ Schulen wieder in Betrieb. Offen ist die Frage, ob die Deutsch-Russischen Europaschüler aus Karlshorst verdrängt werden müssen, um Platz für Regelschüler zu schaffen.

DIE LÖSUNGEN

Im Idealfall können die Bezirke den Bedarf decken, indem sie rechtzeitig Neubauten geplant haben. Allerdings ist dafür ein rund fünfjähriger Vorlauf nötig. Es passiert immer wieder, dass beantragte Neubauten von der Investitionsliste gestrichen werden. In solchen Fällen läuft es darauf hinaus, dass kostspielige Container zur Überbrückung aufgebaut werden. Andernfalls müssen die Schüler zusammenrücken.

ANDERE BAUSTELLEN

Nicht nur der Schülerzuwachs erfordert bauliche Investitionen, sondern auch die Inklusion, der Brandschutz und der Sanierungsstau. Es fehlt über eine Milliarde Euro. sve

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