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Bevölkerungsprognose : Berlin braucht Schulen und Altenheime

04.12.2012 20:01 Uhrvon und
Volle Klasse! Nicht nur Lehrer, Sozialpädagogen und Erzieher werden angesichts des Schülerzuwachses künftig verstärkt benötigt, sondern auch Lesepaten wie hier an der Wedding Grundschule, wo die Ehrenamtlichen seit Jahren im Einsatz sind. Foto: Doris Spiekermann-KlaasBild vergrößern
Volle Klasse! Nicht nur Lehrer, Sozialpädagogen und Erzieher werden angesichts des Schülerzuwachses künftig verstärkt benötigt, sondern auch Lesepaten wie hier an der Wedding... - Foto: Doris Spiekermann-Klaas

UpdateDie neue Bevölkerungsprognose zeigt: Besonders der Anteil der Kinder und Senioren wächst, einige Bezirke stellt dies vor große Probleme. Der Senat will vor allem im Bereich Wohnungsbau aktiv werden.

Berlin wird im Jahr 2030 etwa 3,8 Millionen Einwohner haben. Das entspricht einem Zuwachs von sieben Prozent oder rund 250 000 Menschen, wie Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) am Dienstag bei der Vorstellung der neuen Bevölkerungsprognose sagte. Die Prognose schreibe eine „mittlere Entwicklung“ fort, sagte Müller. „Auch das ist immerhin die Größe eines Berliner Bezirks.“ Der Prognose zufolge wird die Bevölkerung Berlins stärker wachsen als die Hamburgs oder Kölns. In Hamburg wird mit einem Plus von unter fünf Prozent bis 2030 gerechnet, in Köln nur mit einer minimal zunehmenden Bevölkerungszahl.

In München rechnet man mit einem zehnprozentigen Zugewinn.

Müller hob hervor, dass in Zukunft junge Leute, die zur Ausbildung in die Stadt kämen, hier auch Arbeit finden könnten. Deshalb solle zum Beispiel auf dem Flughafen Tempelhof ein Wissenschafts- und Industriepark entstehen.

Berlin muss nicht nur Wohnungen, sondern auch Schulen und vor allem Altenheime bauen, um mit der Bevölkerungsentwicklung Schritt halten zu können. Nach den am Dienstag vorgestellten Prognosen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung steigt die Zahl der Schüler bis 2030 um rund 64 000 und nähert sich erstmals wieder dem Nachwendeniveau von rund 400 000 Schülern. Etliche der rund 250 still gelegten Schulen müssen erneut in Betrieb genommen werden.

Am stärksten von dieser Entwicklung betroffen ist Pankow. Sein Bevölkerungszuwachs liegt mit über 16 Prozent mehr als doppelt so hoch wie in der gesamten Stadt und weit vor Kreuzberg-Friedrichshain, das mit 8,6 Prozent die zweithöchste Zuwachsquote rechnete Pankow mit einem Plus von zwölf Prozent.

Da der Bezirk besonders für junge Familien attraktiv ist, geht Bildungsstadträtin Lioba Zürn-Kasztantowicz (SPD) davon aus, dass sie pro Jahr im Schnitt eine neue Schule braucht. „Es läuft völlig aus dem Ruder“, beschreibt die Stadträtin die Entwicklung. Ohne Anbauten oder Provisorien sei nichts zu machen, nachdem alle alten Standorte bereits in der letzten Legislaturperiode erneut „ans Netz“ gegangen seien. Die Situation sei so brisant, dass sogar die Zeit für Neubauvorhaben fehlt: „Das dauert zu lange“, so die Bezirkspolitikerin.

Schwierig wird es auch für Marzahn-Hellersdorf. Hier war die Schülerzahl nach der Wende um rund 40 Prozent zurückgegangen. Dieser Trend hat sich längst verkehrt. „Wir haben bereits seit drei Jahren erkannt, dass eine Kombination aus stark steigenden Geburtenzahlen und erheblichen Zuzügen zu einem dramatischen Anstieg führt“, berichtet Bürgermeister Stefan Komoß (SPD). Allein in den letzten vier Jahren seien rund 30 Prozent hinzugekommen. „Erhebliche“ Investitionen des Bezirks und des Landes seien auf den Weg gebracht, darunter zwei neue Schulen und mehrere Ergänzungsbauten. Zudem wurde die Wiederinbetriebnahme zuvor geschlossener Standorte beschlossen. Das führt beispielsweise dazu, dass das Gebäude der ehemaligen Felix-Wankel-Hauptschule jetzt der Wilhelm-Busch–Grundschule zugeschlagen wird.

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