Berlin : Bewährtes gerettet und Neues gestartet

57 Projekte werden gefördert: Was sie bewirken

Annette KögelD
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Praxis im Bus. Das Arztmobil der Caritas hilft Obdachlosen – und wird von „Menschen helfen!“ unterstützt. Foto: Max Stuttmann

Die Spendenaktion des Tagesspiegels – sie begann vor 16 Jahren als Obdachlosenhilfe. Längst haben wir „Menschen helfen!“ auf alle sozialen Bereiche ausgedehnt, in denen Menschen Not leiden.

„Wir betreuen viele junge Mütter, die enormen Hilfe- und Beratungsbedarf haben“, schrieb die Leiterin des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes Neukölln in ihrem Unterstützungsbrief für den Verein „Aspe“ und seinen geplanten Müttertreffpunkt in der Harzer Straße: „Uns ist nicht eine Einrichtung dieser Art in diesem Kiez bekannt.“ Das ändert sich jetzt dank der Tagesspiegel-Leser: Aspe wird mit der Aufbauarbeit beginnen.

Die katholische Kirchengemeinde Herz Jesu kann ihre Obdachlosenspeisung in Prenzlauer Berg finanzieren, und der Malteser Hilfsdienst sein ambulantes Kinderhospiz für sterbenskranke Mädchen und Jungen aufbauen. Dank der Tagesspiegel-Leser starten neue Beschäftigungsprojekte für benachteiligte Jugendliche, werden Integrationslotsen in Problemkiezen ausgebildet. Traditionell unterstützen wir das Caritas-Arztmobil und die Obdachlosenärztin Jenny de la Torre.

Die Spendenaktion stärkt viele Netzwerke und Dachverbände, um möglichst effizient zu wirken. So geht jetzt Geld an den Landesverband schulischer Fördervereine zugunsten von Schulen in sozialen Brennpunkten sowie an die Stiftung Gute Tat, die Ehrenamtliche vermittelt. Der „Selbsthilfeverein der Geringverdienenden und Erwerbslosen in Pankow“ kann jetzt Drucker und Büromaterial anschaffen. In Weißensee entsteht ein neues Familienzentrum für benachteiligte Berliner.

„Menschen helfen!“ bewegt vieles in vielen Bezirken – und berücksichtigt nicht nur soziale „Modethemen“ wie Hilfen für kranke Kinder. So fördert der Tagesspiegel die Integration über den Förderkreis Behindertensport e.V., und das Diakonische Werk kann therapeutisches Spielzeug für verhaltensauffällige Kinder im Märkischen Viertel besorgen. Der Verein Suchthilfe Fixpunkt wird mit seinem Beschäftigungsprojekt „Idefix“ beginnen, der Sozialdienst katholischer Frauen die Resozialisierung von ehemals straffälligen Frauen stärken. Der Verein Neustart freut sich darüber, dass er das Beratungscafé für Prostituierte an der Kurfürstenstraße länger öffnen kann.

Bettlägerige Patienten im Elisabeth-Diakoniewerk Niederschönhausen erhalten mehr Abwechslung im Alltag, und das Kindergesundheitshaus Berlin kann endlich das Auto kaufen, das dringend für die Betreuung von schwerstkranken Frühgeborenen bei den Eltern daheim gebraucht wird. Die Kinderhilfe richtet nun die Gästewohnungen für Eltern von tumorkranken Kindern nahe der Charité ein, und es wird neue Therapien für Eltern von Kindern im Koma geben.

Der Verein Pro Afrika wird seine Integrationskurse für Migranten starten, die Renovierung des ausgebrannten Stadtteilladens „Halk Kösesi“ in Schöneberg ist gesichert. Und der Verein Shia kann jetzt ein Kinderspielzimmer einrichten, damit sich die alleinerziehenden Mütter in Ruhe beraten lassen können. Dem Ehrenamtlichen-Verein „Wir gestalten“ wird ermöglicht, seine Kiezpatenschaften für Migrantenkinder mit Leben zu erfüllen. Und die Deutsche Welthungerhilfe, erfahrener Partner des Tagesspiegels bei Auslandsprojekten, kann neue Schulen in der Überschwemmungsregion von Burma bauen.

Ebenfalls groß ist die Freude bei den Mitarbeiterinnen und Bewohnerinnen des Frauenhauses der Interkulturellen Initiative. Eine der Gründerinnen hatte sich verzweifelt an den Tagesspiegel gewandt. Das Auto, mit dem die Frauen aus Notsituationen gerettet oder geschützt zu Gerichtsterminen gefahren wurden, war gestohlen worden. Nun können die Frauen ein neues Fahrzeug anschaffen. Annette Kögel

Das Spendenkonto lautet: Der Tagesspiegel e. V., Verwendungszweck: „Menschen helfen!“, Berliner Sparkasse, Kontonummer: 250 030 942, Bankleitzahl 100 500 00. Alle Infos auch im Internet unter: www.tagesspiegel.de/spendenaktion.

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