Berlin : Bewährungsstrafe für Fahrschul-Chef

Ein früherer Inhaber einer Fahrschule in Moabit hat am Dienstag vor dem Amtsgericht eingeräumt, in 32 Fällen Fahrschülern unberechtigt Ausbildungsnachweise zur Vorlage bei der Theorieprüfung ausgestellt zu haben. Der 48-jährige Angeklagte, der keine Fahrlehrerlizenz besaß, wurde wegen Urkundenfälschung zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt.

Der derzeit arbeitslose Hasan D. berief sich auf Drucksituationen. „Wir hatten Schüler ohne Ende“, erklärte der gelernte Bürokaufmann. Sein Fahrlehrer sei bei den Taten zwischen Dezember 2006 und November 2007 leider nicht verfügbar gewesen. Weil die Schüler aber die Bescheinigungen benötigten, habe er mit dem Namen seines Mitarbeiters unterschrieben. Sein Fahrlehrer und zugleich Geschäftsführer habe von dem Missbrauch seiner Unterschrift nichts gewusst. Dieser warf seinem Ex-Mitarbeiter vor, die Fahrschule in den Ruin getrieben zu haben. D. wurde bereits in einem anderen Verfahren um falsche Theorie-Nachweise zu einer Geldstrafe verurteilt. K.G.

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