Berlin : Bewerber als Polizeipräsident unterliegt vor Gericht

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Im Streit um den neuen Polizeipräsidenten hat das Verwaltungsgericht dem Senat den Rücken gestärkt. Der Chef der für Nord-Berlin zuständigen Polizeidirektion 1, Klaus Keese, hatte gegen die Ablehnung seiner Bewerbung für das Amt geklagt. Nun entschied das Gericht, Keese abzulehnen sei rechtens gewesen.

Die Verwaltung von Innensenator Ehrhart Körting (SPD) begrüßte die Entscheidung, dort hat man sich dem Vernehmen nach auf Ex-Bundesgrenzschützer Udo Hansen geeinigt, der vor Jahren krankheitsbedingt den Dienst bei der Bundespolizei in Potsdam quittiert hatte. Der 58-Jährige gilt anders als Keese als „Hardliner“ und war in Saudi-Arabien für einen Rüstungskonzern tätig. Der Anwalt Keeses hat Rechtsmittel eingelegt, der Fall geht zum Oberverwaltungsgericht. Eine Entscheidung dort kann Monate dauern. Sein Mandant wolle wissen, ob der Senat den Personalvorschlag Körtings mittrage: Vor allem beim Koalitionspartner Linke hatte es – wie in der Opposition – massive Kritik an Hansen gegeben. Polizeipräsident Dieter Glietsch ist kürzlich in den Ruhestand verabschiedet worden. Kommissarisch leitet Vizepräsidentin Margarete Koppers die Behörde mit 20 000 Beschäftigten.Hannes Heine

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