• Bewerber für Stadtratsposten in Friedrichshain-Kreuzberg: Clara Herrmann will Finanzstadträtin werden

Bewerber für Stadtratsposten in Friedrichshain-Kreuzberg : Clara Herrmann will Finanzstadträtin werden

Die 31-jährige Grünen-Politikerin bewirbt sich als Finanzstadträtin in Friedrichshain-Kreuzberg - bisher ohne Konkurrenz. Für den Posten des Baustadtrats gibt es vier Kandidaten.

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Clara Herrmann möchte Finanzstadträtin in Friedrichshain-Kreuzberg werden.
Clara Herrmann möchte Finanzstadträtin in Friedrichshain-Kreuzberg werden.Foto: imago/Piero Chiussi

Zwei Stadtratsposten haben die Grünen in Friedrichshain-Kreuzberg noch zu vergeben, vier Männer und eine Frau haben sich auf die beiden vakanten Stellen beworben. Eine Personalie scheint so gut wie klar: Die Grünen-Politikerin Clara Herrmann, die in den vergangenen fünf Jahren als Mitglied im Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses vor allem die Haushaltspolitik im Blick hatte, wird wohl die nächste Finanzstadträtin. Die 31-Jährige ist bisher die einzige Bewerberin für die Position. Angesichts der von Grünen, Linken und SPD vereinbarten Ressortverteilung wäre sie künftig auch für die Bereiche Weiterbildung und Kultur sowie für das Umwelt- und Naturschutzamt zuständig. Die bisherige Finanzstadträtin Jana Borkamp hat sich beruflich neu orientiert und ist in die Senatssozialverwaltung gewechselt.

Ein Ex-Hausbesetzer bewirbt sich als Baustadtrat

Komplizierter wird es bei der Nachfolge des scheidenden Baustadtrats Hans Panhoff (Grüne). Für seine Stelle stehen vier Kandidaten zur Auswahl. Beworben haben sich der Kulturwissenschaftler und Denkmalschützer Holger Maraun, der Landschaftsarchitekt Alexander Roscher, der Stadtsoziologe Florian Schmidt, der auf seine Erfahrungen als Sprecher der "Initiative Stadt neu denken" und als Koordinator des unabhängigen Runden Tisches Liegenschaftspolitik des Abgeordnetenhauses verweist, sowie der ehemalige Hausbesetzer Matthias Bauer, der unter anderem in der Initiative für den Gleisdreieckpark aktiv war sowie beim Projekt "Mieten und Wohnen" für das Quartiersmanagement im Schöneberger Norden tätig ist.

Matthias Bauer, Jahrgang 1956, hatte zunächst mit dem ehemaligen Aktivisten der investorenkritischen Initiative "Mediaspree versenken" Carsten Joost eine gemeinsame Bewerbung eingereicht. Da eine Doppelbesetzung des Stadtratspostens aber nicht möglich ist, sei die Bewerbung zurückgewiesen worden, sagte die Pressereferentin der BVV-Grünen-Fraktion Caroline Ausserer. Bauer bewirbt sich jetzt allein als Stadtratskandidat. Joost, der unter anderem als alternativer Stadtplaner arbeitet, tritt nicht mehr an. Die zu besetzende Position des Stadtrats umfasst neben dem Bereich Stadtentwicklung das Straßen- und Grünflächenamt sowie die Serviceeinheit Facility Management, für die in der vergangenen Wahlperiode die Finanzstadträtin zuständig war.

Am Donnerstag wird das neue Bezirksamt gewählt

Die grüne Basis soll an diesem Dienstag basisdemokratisch darüber entscheiden, wer für die beiden Stadtratsposten nominiert wird. Die Wahl von Bürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) und der übrigen Mitglieder des neuen Bezirksamtes ist für diesen Donnerstag vorgesehen. Für die Linke ist der bisherige Stadtrat Knut Mildner-Spindler für die Bereiche Gesundheit, Soziales, Bürgerdienste und Beschäftigung nominiert. Für die SPD kandidiert der bisherige Fraktionsvorsitzende Andy Hehmke als Stadtrat für Schule und Sport, Ordnungsamt und Wirtschaftsförderung. Hehmke tritt die Nachfolge des Sozialdemokraten Peter Beckers an.

Die Bewerbungen für die beiden Stadtratsposten der Grünen finden Sie unter diesem Link zum Nachlesen.

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