Bewerbung für Olympische Spiele : Die Strategie der deutschen Olympier

Bloß keine Schnellschüsse und langen Atem beweisen: Die deutschen Olympier versuchen vieles, um die Bürger für eine Olympia-Bewerbung zu begeistern.

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Olympia in Berlin? Ein Olympiastadion gibt es immerhin schon.
Olympia in Berlin? Ein Olympiastadion gibt es immerhin schon.Foto: imago

Die aktuelle Strategie für das Erbeuten Olympischer Spiele scheint darin zu bestehen, dass man andauernd aus allen Rohren schießt und zwischendurch dringend vor Schnellschüssen warnt. Die Bürger sollen irgendwie beteiligt werden, das scheint klar zu sein – aber fragt man sie zu früh, hauen sie den Funktionären die Bewerbung weg. Denn die meisten Deutschen wollen die Spiele, aber möglichst weit weg.

Also hat Alfons Hörmann, der Präsident der deutschen Olympier, nach allerhand Schnellschüssen soeben ein langsames Modell in Sachen Hamburg gegen Berlin ins Spiel gebracht: Die Devise lautet nicht mehr „erst fragen, dann entscheiden“, sondern umgekehrt: Erst möchte der Deutsche Olympische Sportbund entscheiden, 2015, dann sollen die Bürger sagen, ob das so für sie okay ist.

Praktisch: Eine der beiden Städte spart sich die Nerverei. Aber bloß keine Schnellschüsse! Langen Atem! Und keine vorzeitigen Festlegungen auf irgendwas. Neulich hat Hörmann auch gesagt, es werde auch wieder die Frage diskutiert werden, ob Sommer- oder Winterspiele das Bessere für Deutschland seien.

War was? Nix war. Aber eine Aussage lässt sich mit absoluter Sicherheit treffen: Die Olympischen Winterspiele werden nicht in Berlin stattfinden. Und schon gar nicht 2024 oder 2028.

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