Berlin : Bewerbung ohne Folgen

Senat hat kein Interesse daran, Ex-Staatssekretär zu reaktivieren

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Heute wird das Abgeordnetenhaus die bisherige Baustaatssekretärin Ingeborg JungeReyer zur neuen Stadtentwicklungssenatorin wählen. In die Diskussion um den Nachfolger auf ihrem Posten hat sich jetzt der frühere Staatssekretär Frank Ebel zu Wort gemeldet. In einem Schreiben an den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit bot Ebel an, sich für das Amt zur Verfügung zu stellen. Bis 2002 war er auf dem Posten in der Wirtschafts- und Schulverwaltung aktiv. Angesichts der Haushaltssituation sei es sinnvoll, bei der Besetzung des Postens einen in den Ruhestand versetzten Staatssekretär zu berücksichtigen statt dessen teuere Versorgung zu zahlen, sagte Ebel.

In Senatskreisen misst man der Bewerbung allerdings keine weitere Bedeutung zu. Im Gespräch für den Posten ist die derzeitige Vorsitzende des Hauptausschusses, Hella Dunger-Löper. Das Thema beschäftigt heute auch das Abgeordnetenhaus. CDU und Bündnis 90/Grüne fordern, die Staatssekretärsstelle nicht mehr zu besetzen. Die FDP verlangt die komplette Auflösung der Senatsbauverwaltung. Einzelne Abteilungen könnten bei anderen Verwaltungen angesiedelt werden. sik/sib

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