Berlin : Bezahlbare Oasen beleben Berlins Mitte Ausstellung beleuchtet das Wohnen in der Stadt

Die Auguststraße hat sich prächtig entwickelt: Im 19. Jahrhundert als „Arme-Sünder-Gasse“ verrufen, direkt nach der Wende ein Ort des Verfalls, mauserte sie sich zu einer belebten Meile. Einer „Oase“, wie es die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung formuliert. Also präsentiert sie die Auguststraße in einer Ausstellung als Paradebeispiel für attraktives Wohnen in Berlins Mitte.

Eine Renaissance des innerstädtischen Wohnens beobachten Städteforscher seit Jahren bundesweit. „Berlin steht an der Spitze“, sagte Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) zur Eröffnung. Immerhin lebten hier heute 10 000 Einwohner mehr als vor fünf Jahren.

Bis Ende August sind in der Senatsverwaltung neben den großen Modellen im Lichthof in den Seitenflügeln Bild- und Texttafeln zu besichtigen. Sie beleuchten, wie das Stadtzentrum seit der Wende mithilfe staatlicher Gelder neues Leben gewann.

Ein Flügel widmet sich dem Trend, dass unter anderem Familien verstärkt zurück in Innenstädte ziehen. Dazu stellt die Senatsverwaltung ausgewählte Projekte zur Revitalisierung der Innenstadt vor. Sie illustrieren auch, wie Bürger leerstehenden Häusern neues Leben einhauchten. Ein Beispiel ist die Kastanienallee 77. Anno 1992 hätten sich die ersten Besetzer wohl nicht träumen lassen, dass „K77“ einmal offiziell als „selbst geschaffene, bezahlbare Oase alternativen Lebensstils“ gefeiert würde. Der andere Flügel der Ausstellung dokumentiert zur Gänze die Auguststraße.wek

Die Ausstellung ist bis 31. August täglich von 10 bis 18 Uhr in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Am Köllnischen Park 3, in Mitte zu sehen. Eintritt ist frei.

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