Berlin : Bezirk ruft auf zu Protest gegen Nazis Rechtsradikale marschieren in Köpenick

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Der Bezirk TreptowKöpenick und verschiedene Initiativen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus wollen mit Kundgebungen gegen den Nazi-Aufmarsch am kommenden Sonnabend im Bezirk protestieren. Die rechtsradikale Kameradschaft „Berliner Alternative Südost“ (Baso) hatte unter dem Motto „Die Jugend braucht die Schaffung eines neuen Jugendzentrums“ eine Demonstration mit circa 200 Teilnehmern ab 11 Uhr vom S-Bahnhof Adlershof bis zum S-Bahnhof Köpenick angemeldet. Der Aufzug wird auch durch die Werner-Seelenbinder-Straße führen – vorbei an der NPD-Parteizentrale.

„Mit unseren Kundgebungen am Rande der Strecke zeigen wir, dass wir die Verbreitung von rassistischen und antisemitischen Parolen nicht dulden“, sagt Bianca Klose von der „Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus“. Am gestrigen Montag haben sich die Anmelder der Gegenveranstaltung und die Polizei zu einem Gespräch getroffen, um die Kundgebungsorte festzulegen. „Wir fungieren als eine Art Schiedsrichter“, sagte der Leiter der zuständigen Polizeidirektion 6, Michael Knape. „Einerseits sollen die Demo-Gegner nah genug an der Strecke sein, um wahrgenommen zu werden von den Nazis. Andererseits dürfen sie den Aufzug auch nicht blockieren.“ Die Polizei rechnet mit bis zu 400 rechtsradikalen Teilnehmern und wird mit 1000 Beamten im Einsatz sein. tabu

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