Buchladen Bayerischer Platz : Nach der Lesung ist vor der Lesung

Nach einer gut besuchten und lebhaften Lesung mit Michael Wildenhain sollen im Buchladen Bayerischer Platz künftig öfter auch Kinderbuchautoren auftreten.

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Träumen vom Fußball: Michael Wildenhein liest im Buchladen Bayerischer Platz aus seinem Kinderbuch "Leo der Held und der Traum vom Fußball". Hinten im roten Sessel sitzt die Buchhändlerin, Christiane Fritsch-Weith.
Träumen vom Fußball: Michael Wildenhein liest im Buchladen Bayerischer Platz aus seinem Kinderbuch "Leo der Held und der Traum vom...Foto: Markus Hesselmann

"Wir haben Mut gefasst", sagt Christiane Fritsch-Weith, "die Buchhändlerin", wie sie sich mit berechtigtem Berufsstolz selbst nennt. Der Berliner Schriftsteller Michael Wildenhain hat die Lesung aus seinem Kinderbuch "Leo der Held und der Traum vom Fußball" gerade beendet, eine gut besuchte, sehr lebhafte Lesung, die Lust auf mehr macht. "Bisher waren wir mit Kinderbuch-Lesungen eher vorsichtig", sagt Christiane Fritsch-Weith. Kinder hätten heutzutage ja genauso volle Terminkalender wie ihre Eltern. Tage zu finden, an denen alle Zeit hätten, sei also schwierig.

Von der Löcknitz-Grundschule, die um die Ecke liegt, war nun gleich eine ganze Klasse gekommen in den Buchladen Bayerischer Platz, der längst mehr als eine Buchhandlung ist, nämlich ein literarischer Begegnungsort für das Bayerische Viertel und darüber hinaus. Die Jungleser waren gut vorbereitet. Während eines Klassenprojekts hatten sie sich in die Geschichte vom kleinen Leo, der beim Fußball seine Angst und seine Albträume überwindet und sich bei den Großen Respekt verschafft, vertieft und stellten dem Autor souveräne Talkshow-Fragen.

Zum Beispiel: Warum er das Buch eigentlich geschrieben habe? Unter anderem weil er lange Fußballtrainer war. Ob er eine Fortsetzung schreiben werde? Das hänge vom Verlag ab, aber er habe dafür schon Ideen, die Kinder sollen ruhig Briefe an den Verlag schreiben und einen zweiten Teil fordern. Ob er selbst Fußball gespielt habe? Er spiele noch! Und zwar beim FC Internationale aus Schöneberg, in dessen Trainingsjacke Wildenhain auch stilecht erschienen war. Und was denn so toll daran sei, Fußball zu spielen? Dabei könne er alles andere vergessen. Die gesamte Lesung können Sie hier als Video anschauen.

Zur WM 2014 steht noch einmal Fußball auf dem Programm

Michael Wildenhains Auftritt vor vollbesetzten Bänken und Stuhlreihen im Buchladen wird nun keine Ausnahme bleiben. Zum Beispiel soll noch in diesem Fußball-Sommer der Berliner Schriftsteller Salah Naoura aus seinem Buch "Dilip und der Urknall und was danach bei uns geschah" lesen, in dem es WM-kompatibel auch ums Kicken geht.

Doch jetzt sind erst einmal wieder die Erwachsenen dran: Als Nächstes liest Karl Schlögel aus "Grenzland Europa" und zwar am 6. Juni. Darauf folgen Dieter Richter und "Das Meer. Geschichte der ältesten Landschaft" (20. Juni) sowie Marie-Luise Scherer und "Die Hundegrenze" (27. Juni). Alle Lesungen beginnen um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei, Reservierungen können leider nicht vorgenommen werden. Mehr Informationen zu den Autoren, ihren Büchern und den Veranstaltungen im Buchladen Bayerischer Platz finden Sie hier.

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Ich heiße Markus Hesselmann, leite die Online-Redaktion des Tagesspiegels und lebe im Bayerischen Viertel. Mit meinen Kolleginnen und Kollegen schreibe ich über unseren wunderbaren Kiez. Über Historisches, Kulturelles, Aktuelles und besonders gern über bürgerschaftliches Engagement. Und dabei hoffe ich auf Ihre Unterstützung, liebe Leserinnen, liebe Leser. Schicken Sie Ihre Themen-Anregungen und Ihre Kritik an bayerischesviertel@tagesspiegel.de oder kommentieren Sie hier auf der Seite unter den Texten. Ich freue mich auf die Debatten!

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