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Dauerbaustelle am Rathaus Schöneberg in Berlin : Nach Wasserrohrbruch: Straße ist noch bis Juni gesperrt

Nach dem Wasserrohrbruch am Rathaus Schöneberg bleibt die Straße stadteinwärts noch bis Juni gesperrt.

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Wasserrohrbruch in einen Teil der Martin-Luther-Straße in Schöneberg.
Wasserrohrbruch in einen Teil der Martin-Luther-Straße in Schöneberg.Foto: Renate Friedrichs

Je tiefer sich die Bauleute in den vergangenen Wochen gegraben haben, desto mehr Probleme wurden entdeckt. Anfang Februar war vor dem Rathaus Schöneberg eine Wasserleitung geplatzt. Nun stellt sich heraus: Die Schäden sind größer als gedacht. Seit Anfang Februar ist nach dem Rohrbruch die Kreuzung Martin-Luther, Dominicus- und Belziger Straße vor dem Rathaus Schöneberg gesperrt. Ursprünglich hatten die Wasserbetriebe angekündigt, dass die Bauarbeiten Anfang April beendet sind. Nun sollen am 8. April zwei Spuren Richtung Süden frei gegeben werden. Stadteinwärts werden die Arbeiten noch bis Anfang Juni dauern, sagte ein Sprecher der Wasserbetriebe. BVG-Busse werden also weiterhin umgeleitet.

So lange werde es dauern, bis die Wasserrohre unter der Kreuzung ersetzt und der Asphaltbelag auf der Straße erneuert sei, teilte ein Sprecher der Berliner Wasserbetriebe mit. Die Kosten für die Baumaßnahmen schätzte der Sprecher im Februar auf etwa 500.000 Euro, wieviel es jetzt werden, sei unklar.

Das Rohr brach vermutlich aus Materialermüdung

Wie berichtet, war an dem Freitag ein altes Grauguss-Wasserrohr mit 30 Zentimeter Durchmesser unter der Kreuzung geborsten. Das Wasser hatte den Kreuzungsbereich überschwemmt. Ursache für den Wasserrohrbruch ist vermutlich Materialermüdung, hervorgerufen durch den starken Verkehr, der täglich über die Kreuzung rollt. "Eines der Rohre hat vor dem Verkehrsdruck kapituliert", hieß es bei den Wasserbetrieben.

Zunächst waren die Verantwortlichen davon ausgegangen, dass der Schaden in vier Wochen zu beheben sei. Bei einer Begehung Mitte Februar habe sich dann herausgestellt, dass allein die Arbeiten an den Rohrleitungen voraussichtlich sechs Wochen in Anspruch nehmen werden. Und nun werden es vier Monate.

Auch ein zweites Wasserrohr soll ausgetauscht werden

Das geborstene Rohr - das nach Angaben der Wasserbetriebe in etwa zwei Meter Tiefe liegt - soll auf einem Teilstück von 30 Metern ausgetauscht werden, auch das daneben liegende Wasserrohr mit 50 Zentimetern Durchmesser soll erneuert werden. "Wenn die Straße schon mal offen ist, machen wir das gleich mit", hieß es.

Anschließend müssen auch noch rund 2000 Quadratmeter Asphalt erneuert werden. Der etwa 70 Zentimeter dicke Straßenbelag werde "schichtenweise wiederhergestellt", hieß es bei den Verantwortlichen. Um den Zeitplan zu halten, werde von Montag bis Samstag im Zweischichtsystem gearbeitet.

Die Wasserversorgung der Anwohner soll durch den Rohrbruch nicht gefährdet sein. "Es gibt damit keine Probleme", hieß es am Dienstag bei den Wasserbetrieben. Es habe bislang keine Beschwerden wegen Druckmangel oder ähnlichem gegeben. "Wenn überhaupt, gab es nur Freitag kurzfristig Probleme", sagte ein Sprecher. Unmittelbar nach dem Rohrbruch seien zunächst alle Rohre unter der Kreuzung abgedreht worden, bis das defekte Rohr identifiziert werden konnte.

BVG-Busse werden umgeleitet

Bis die Arbeiten am Rathaus Schöneberg abgeschlossen sind, werden die Buslinien 104, M46 und N42 umgeleitet. Ersatzhaltestellen entlang der Route sind eingerichtet. "Wir informieren unsere Fahrgäste über unsere elektronischen Anzeigen und über Aushänge an den Haltestellen über die Fahrplanänderungen", sagte ein Sprecher.

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