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Wasserrohrbruch vor Rathaus Schöneberg : Kreuzungsbereich gesperrt, aber Busse fahren wieder - mit Umleitungen

An der Martin-Luther-Straße ist ein Wasserrohr geplatzt, der Platz vor dem Rathaus Schöneberg wurde überschwemmt. Die Feuerwehr hat "vorsorglich" einen Lampenmast umgelegt.

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Wasserrohrbruch in einen Teil der Martin-Luther-Straße in Schöneberg.
Wasserrohrbruch in einen Teil der Martin-Luther-Straße in Schöneberg.Foto: Renate Friedrichs

Nach einem Wasserrohrbruch ist ein Teil der Martin-Luther-Straße/Dominicusstraße in Schöneberg gesperrt. Nach Angaben der Wasserbetriebe hatte sich am Freitagnachmittag auf der Kreuzung eine mehrere Meter hohe Fontäne gebildet. Der Bereich an der Einmündung zur Belziger Straße war überschwemmt. Die Busse M 46 und 104 der BVG werden weiter umgeleitet; mit kleineneren Abweichungen Richtung Süden und großräumig in der Gegenrichtung. Der M 46 fährt von der Dominicusstraße kommend über Hauptstraße und Grunewaldstraße zur Martin-Luther-Straße; die Linie 104 verkehrt vom Kaiser-Wilhelm-Platz kommend über Hauptstraße, Grunewaldstraße und Martin-Luther-Straße zur Stammstrecke auf der Badenschen Straße. Ein Ende der Sperrung und der Umleitungen ist noch nicht absehbar.

Die Wasserbetriebe hatten noch am Freitag die Bruchstelle vom Netz isoliert. Gebrochen sei ein altes "Graugussrohr mit einem Durchmesser von 30 Zentimetern", sagte Sprecherin Astrid Hackenesch-Rump. Solche Rohre würden seit Jahrzehnten nicht mehr eingebaut, da sie Schwingungen und Erschütterungen, die an der Oberfläche entstehen, schlecht vertragen.

Da nicht ausgeschlossen sei, dass es unter der Erde Unterspülungen gegeben hat, werde eine Baufirma dort am Wochenende graben. Die Feuerwehr hat bereits vorsorglich einen Lampenmast umgelegt, der drohte umzustürzen, sagte ein Mitarbeiter am Abend. . Wohnungsanschlüsse seien nicht betroffen, sagte Hackenesch-Rump. Sollte sich aber zeigen, dass der Druck in den oberen Stockwerken nicht ausreiche, werde man auf der Straße Zapfstellen anbieten.

Gefahren durch mögliche Fahrbahnabsenkungen

Gegen 15 Uhr staute sich der Autoverkehr in den Straßen um das Rathaus. Aus der Bruchstelle drang weiter Wasser auf die Kreuzung, die anfangs beobachtete Wasserfontäne hatte sich jedoch gelegt. Feuerwehrleute hantierten mit Schraubschlüsseln an unterirdischen Hydranten, um das Wasser endlich ganz abzustellen. Hinter der Absperrung sah es so aus, als ob sich unter der Pfütze auf der Kreuzung die Fahrbahn abgesenkt habe. Das Wasser hatte eine Menge Sand unter dem Asphalt herausgespült und auf der Straße verteilt.

Passanten scherzten über einen "neuen Springbrunnen" in der Belziger Straße, schossen Fotos und sprachen mit gut gelaunten Polizisten, die den Kreuzungsbereich inzwischen mit Flatterbändern abgesperrt hatten. "Sie könnten sonst beim Weitergehen in einem Loch landen, falls sich die Fahrbahn plötzlich absenkt", warnte ein Beamter.

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