• Weltmeister

    Unter Nachbarn

    Thomas „Icke“ Häßler, Trainer des Club Italia aus Westend und früherer Fußballnationalspieler.

    Vom Weltmeister eingeschworen: Doch offenbar konnte Thomas Häßler die ihm als Spieler einst eigene fußballerische Magie nun als Trainer des Club Italia nicht auf seine Spieler übertragen. Beim FC Internationale gab es im Duell der Landesligisten eine 0:3-Niederlage im Berliner Pokal. Ohnehin ist die Zukunft des Fußball-Weltmeisters von 1990 bei dem Landesliga-Club ungewiss: In einem Interview mit Spreekick.tv beklagte er unlängst, dass Gehälter ausblieben, weil Sponsorengelder weggebrochen seien. Gespielt wird aber erstmal weiter, zum Beispiel an diesem Sonntag, 19. November, um 14 Uhr auf dem Sportplatz Westend am Spandauer Damm 150 in der Landesliga gegen den TSV Mariendorf 97. Foto: Markus Hesselmann

    Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter:  leute-c.dobberke@tagesspiegel.de

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von Cay Dobberke tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Charlottenburg-Wilmersdorf,

bekommen Sie Ihre Briefe und Pakete pünktlich? Falls ja, herzlichen Glückwunsch, denn das ist in unserem Bezirk wieder einmal keine Selbstverständlichkeit. Bereits im Oktober berichteten wir über die zunehmenden Probleme in der City West und anderen Teilen Berlins. Auch beim SPD-Bundestagsabgeordneten Swen Schulz, dessen Wahlkreis in Spandau und Charlottenburg-Nord liegt, häufen sich Beschwerden. Er hakte nach.

Die Bundesnetzagentur antwortete, die Deutsche Post habe eingeräumt, dass „insbesondere in Charlottenburg-Wilmersdorf einige Zustellbezirke über einen längeren Zeitraum unbesetzt geblieben seien“. Wegen „Fehleinschätzungen vor Ort“ seien „erst mit zeitlicher Verzögerung Maßnahmen zur Stabilisierung ergriffen worden“. Stadt- und bundesweit sehe die Bundesnetzagentur allerdings keine Beweise dafür, dass Zustelltouren „systematisch und zielgerichtet“ ausfallen.

Die Post entschuldigte sich für „unerwartet viele krankheitsbedingte Ausfälle“, die sie „nicht allein durch andere Mitarbeiter auffangen“ könne. Man habe bereits mehr Personal angestellt, nun „werden bzw. wurden“ diese Zusteller eingearbeitet. Weitere Bewerber seien willkommen, fügte eine Managerin hinzu und warb mit den „voll sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen“ sowie der „Bezahlung über dem Lohnniveau unserer Wettbewerber“.

Beim Tagesspiegel meldete sich zuletzt beispielsweise das traditionsreiche Haushaltswarengeschäft „Eisen Döring“ am Kaiserdamm. Seniorchef Helmut Döring beklagt „wirtschaftliche Schäden, da Liefertermine und Zusagen nicht eingehalten werden können“. So seien zwei an ihn adressierte Briefe, die am 6. und 10. Oktober in Berlin verschickt wurden, erst am 21. Oktober angekommen.

Cay Dobberke, geboren in Berlin, wohnt seit mehr als 25 Jahren in Wilmersdorf. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an leute-c.dobberke@tagesspiegel.de

Cay Dobberkes Tipp für Sie

Offene Ateliers auf der Insel der Künstler. Aus der Ferne kennen viele Autofahrer das Atelierhaus Nonnendamm auf der Charlottenburger Schleuseninsel und wundern sich über das Solitär. Von der Stadtautobahn auf der Rudolf-Wissell-Brücke – mit bis zu 180.000 Fahrzeugen pro Tag einer der meistbefahrenen Autobahnabschnitte Deutschlands – blickt man auf das fünfstöckige einstige Fabrikgebäude mit der Werbung einer Baustoffhandlung an der Brandwand. Besucher in das Haus der Künstler. Für Autofahrer führt die einzige und wenig bekannte Strecke dorthin vom Siemensdamm über den Nikolaus-Groß-Weg und eine kleine Brücke bis zum Nonnendamm 17. 

Nun laden zwölf Künstler zum „Tag der offenen Ateliers“ ein (Sonntag, 19. November, von 13 bis 19 Uhr). Beteiligt sind Elfi E. Fröhlich, Tina Heuter, Ludmil Janaki, Anja Knecht mit Gast Bettina Schönemann, Ralf Lücke, Annette Polzer, Hermann Reimer, Joachim Rissmann, Susanne Runge, Linda Scheckel, Gabriele Schlesselmann und Caroline Weihrauch. Präsentiert werden Malereien, Fotografien, Skulpturen und Installationen.