Benennung nach Partnerstadt : „Karmielplatz“ am Bahnhof Grunewald

Zum 30. Jubiläum der Partnerschaft zwischen Charlottenburg-Wilmersdorf und der israelischen Stadt Karmiel erhält der Vorplatz des S-Bahnhofs Grunewald nun deren Namen.

Das Eingangsgebäude des Bahnhofs Grunewald.
Das Eingangsgebäude des Bahnhofs Grunewald.Foto: Wikipedia / Axel Mauruszat

Die Enthüllung des Schildes „Karmielplatz“ vor dem S-Bahnhof Grunewald findet am Sonntag, 18. Oktober, um 11.30 Uhr statt. Mit dabei sind der Charlottenburg-Wilmersdorfer Bürgermeister Reinhard Naumann (SPD), BVV-Vorsteherin Judith Stückler (CDU), Karmiels Bürgermeister Adi Eldar mit einer Delegation aus seiner Stadt sowie der Bürgermeister aus der italienischen Partnerstadt Trient, Alessandro Andreatta.

Die Benennung geht auf einen Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung zurück. Anlass ist das Jubiläum der Partnerschaft mit Karmiel, die der damalige Einzelbezirk Wilmersdorf vor 30 Jahren geschlossen hatte.

Karmiel liegt in Galiläa im Norden Israels und hat etwa 50.000 Einwohner.

Das Mahnmal am Gleis 17 am Bahnhof Grunewald mit weißen Rosen, die bei einer der regelmäßigen Gedenkstunden niedergelegt wurden.
Das Mahnmal am Gleis 17 am Bahnhof Grunewald mit weißen Rosen, die bei einer der regelmäßigen Gedenkstunden niedergelegt wurden.Foto: Thilo Rückeis

Nach Angaben des Bezirksamts bilden gegenseitige Besuche politischer Delegationen nur den kleineren Teil der gemeinsamen Aktivitäten. Der Schwerpunkt habe „von je her im Jugendaustausch und dem Austausch von Fachkräften innerhalb der Verwaltungen“ gelegen, heißt es. Auch im Kultur- und im Sportbereich gebe es Begegnungen und Projekte.

Der bisher namenlose Bahnhofsvorplatz liegt in unmittelbarer Nähe des Mahnmals „Gleis 17“, das an die Deportation vieler Berliner Juden in Konzentrationslager während der NS-Zeit erinnert.

Charlottenburg-Wilmersdorf hat 21 weitere Partnerstädte, darunter seit 1966 auch die israelische Stadt Or-Yehuda. CD

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