Berlin-Charlottenburg : Juwelen statt Steaks am Ku'damm

Am Kurfürstendamm übernimmt der Juwelier Wempe die Räume des früheren Steakhauses Maredo nebenan.

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Juwelier Wempe baut an. Das Geschäft will am Ku'damm ab 2017 auch das benachbarte Ex-Steakhaus nutzen. Foto: Cay Dobberke
Juwelier Wempe baut an. Das Geschäft will am Ku'damm ab 2017 auch das benachbarte Ex-Steakhaus nutzen.Foto: Cay Dobberke

Am Kurfürstendamm 214, zwischen Uhland- und Fasanenstraße, wurde soeben der Schankvorgarten des Steakrestaurants Maredo abgerissen. Den leeren Raum dahinter übernimmt die benachbarte Filiale des Juweliers Wempe, wie am Donnerstag von einer Angestellten zu erfahren war. Die Verkaufsfläche verdoppele sich so, die Eröffnung sei für 2017 geplant. Das von Kim-Eva und Hellmut Wempe geführte Hamburger Unternehmen hat weltweit 33 Geschäfte.

Im Rahmen der "Vogue Fashion's Night Out" wurde das verwaiste Lokal am Ku'damm am Donnerstag bereits provisorisch für eine Juwelen-Präsentation hergerichtet.

Die Maredo-Filiale hatte im Dezember 2015 geschlossen. Von der Steakhauskette hieß es damals, man habe sich mit dem Hauseigentümer Becker & Kries "leider nicht auf eine Vertragsverlängerung verständigen können“. Der Schankvorgarten auf dem Gehweg war einer der letzten am Boulevard. Denn das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf sieht in den Vorbauten ein Hindernis für Passanten und will sie seit vielen Jahren loswerden. Das Flanieren entlang der Schaufenster werde erschwert, heißt es.

Bei einem Mieterwechsel entfällt der Bestandsschutz, und der jeweilige Schankvorgarten muss weg. Einer der bekanntesten gehörte zum dänischen Restaurant Kopenhagen an der Ecke Knesebeckstraße, das bereits 1999 schließen musste.

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